Goodbye New Opera

Der neue Opera-Browser ist ein gewaltiger Rückschritt und eine Riesen-Entäuschung für die kleine Opera-Gemeinde.
Wie gelingt der Wechsel zu einem gescheiteren Browser?



Den Browser Opera benutze ich seit etwa fünfzehn Jahren. Er war schon lange meine Wahl, als sich die User noch von jedem neuen Feature in Firefox oder Internet Explorer begeistern liessen, welches zu meiner Verwunderung in Opera schon seit eh und je integriert war. Opera glänzte mit einer excellenten Funktionalität und Bedienerfreundlichkeit. Vor allem Letzteres war der Grund, warum ich nie einen anderen Browser benützt hätte, auch wenn Opera mit einigen Webseiten nicht immer harmonierte. In diesen seltenen Fällen griff ich kurz auf einen anderen Browser zurück.

Meine Sammlung an Bookmarks oder Lesezeichen wurde in all diesen Jahren stets grösser und wuchs auf unglaubliche 10'000 Lesezeichen an, verteilt und eingeordnet in etwa 700 Ordnern und Unter-Ordnern.
Kann man hier noch den Überblick behalten? Ja, mit Opera ging das problemlos. Die Sidebar mit den Bookmarks war so genial und übersichtlich gestaltet. Klassische, übersichtliche Ordneransicht, die Lesezeichen liessen sich in einer Sekunde beliebig ordnen: nach Namen, nach Erstellungs-Datum, nach letztem Aufruf, nach Adresse, nach Beschreibung, aufsteigend oder absteigend.
Ausserdem konnte man jedes Lesezeichen mit Stichworten ergänzen. Suchte man etwas und konnte sich nicht mehr an die Adresse oder an den Ablageort erinnern, tippte man im Suchfeld ein Stichwort ein. Schon während dem Eintippen erschienen die jeweils zutreffendsten Lesezeichen zur Ansicht. So fand man immer schnell das Gewünschte aus dem grossen Haufen.


Das war aber noch nicht alles. Geöffnete Fenster konnten in Sessions abgespeichert werden. Ebenfalls alles übersichtlich in der Sidebar zugänglich. Oft hat man bestimmte Webseiten parallel geöffnet. Ein Klick auf die entsprechende Session und alles war wieder da, wie gewünscht.

Auch die Feeds-Funktion war top. Ebenfalls in der Sidebar integriert, wurde man stets benachrichtigt, wenn vorher bestimmte Webseiten aktualisiert wurden. Fett hervorgehoben mit der Anzahl neuer Beiträge dahinter, sah man auf einen Blick wo es Neuigkeiten gibt.
Das ist etwa das, was ich oft verwendet habe, obwohl es noch einige weitere Features gibt. Da alles schon in Opera integriert war, gab es auch keinen Grund, irgendwelche Erweiterungen zu suchen und finden, was ich hasse!


Okay, das war nun so bis Opera Version 12.17 . Dann kamen einige hirnlose Dumm-Fuzzis bei Opera, aus mir unerklärlichen Gründen auf die Idee, diesem Browser ein völlig neues Gesicht zu geben! Ich bezweifle, dass diese Idee vom Entwickler-Team kam, welches sicher viel Herzblut in alle diese tollen Features des Ur-Opera investierten.
Es liegt nahe, dass irgend eine hirnlose Qualle aus der Teppich-Etage beschloss neue Wege zu gehen. Vielleicht nur um sich wichtig zu machen oder weil ihm langweilig war, vielleicht auch nur weil er eine Riesen-Pfeife ist. So ein Affenhirn!
Auch die Opera-Engine wurde nun durch Chromium ersetzt. Dies wäre mir ja eigentlich wurscht, wären alle die gewohnten Features erhalten geblieben.Aber leider war dem nicht so! Der Versuch, mich mit dem neuen Opera anzufreunden, scheiterte gewaltig. Es ist etwa vergleichbar, wie wenn Windows plötzlich wieder auf die Kommando-Zeile setzt und seine Fenster abschafft.

Die Super-Bookmark-Verwaltung von damals sucht man ab Opera 29.0 vergebens! Die Lesezeichen werden nun in idiotischen Kacheln angezeigt, was wohl absoluter Nonsens ist! Was soll das? Windows 8 Kacheln-Feeling? Für hundert Lesezeichen (resp. Kacheln) müsste man ja Stunden scrollen um überhaupt mal alle auf dem Bildschirm gesehen zu haben.





Auch in der Listendarstellung kommt man nicht viel besser zurecht, weil weitere Sortier- und Darstellungs-Einstellungen gänzlich fehlen.
Mit Tausenden von Bookmarks findet man einfach nichts mehr und schon gar nicht auf die Schnelle.
Ich testete deshalb die Erweiterung «Bookmark Manager», welche sich an die ursprüngliche Sidebar anlehnt. Ist ein netter Ansatz, aber insgesamt trotzdem nicht zufriedenstellend!

Da ich nun einige Zeit den neuen Opera verwendete und neue Lesezeichen ausschliesslich dort speicherte, hat es mich gleich nochmals verarscht. Die Lesezeichen können nicht mehr exportiert werden, höchstens mit einer Erweiterung als html-Datei. Bei Import dieser html-Datei in einem anderen Browser werden zwar alle Lesezeichen übernommen, nicht aber die Ordnerstruktur! Nochmals alle Ordner und Unterordner sortieren? Nein Danke!
Also zurück zum alten Opera, einige der neu erstellten Lesezeichen (diese ich noch finde) ergänzen und dann alles exportieren. 
Danach sucht man die Datei bookmarks.adr . Bei Win7 64bit befindet sich diese Datei unter c:\Users\Username\AppData\Roaming\Opera\Opera x64\
Allenfalls müssen die versteckten Dateien zuerst sichtbar gemacht werden. Diese bookmarks.adr kopiert man in ein anderes Verzeichnis, wo man sie besser findet. Unter Datei/Eigenschaften ändert man hier allenfalls auch die Sichtbarkeit, d.h. für diese Datei den Haken beim Attribut Versteckt raus nehmen. 

Nun benötigen wir weiter das Tool Transmute, welches wir installieren und danach starten. Als Quelle wählen wir Opera und verlinken daneben auf genannte Bookmarks.adr, als Ziel geben wir den Ziel-Browser an. Nach Klick auf den Button Start werden die Lesezeichen exportiert. Transmute kann in der Pro-Version auch als selbständiger Bookmark-Manager verwendet werden. Die Freeware dient lediglich zum Export von Lesezeichen. Das Tool spricht diverse geläufige Browser an.

Ich testete dies bisher mit Chrome und Safari. Mit Chrome als Zweit-Browser, machte ich bisher gute Erfahrungen.  Es gibt für Chrome eine Erweiterung, welche sich Tidy Sidebar nennt und etwa der alten Opera-Sidebar entspricht. Nicht ganz, aber so zumindest das Beste was ich in dieser Richtung fand. Beim anschliessenden Start des Chrome-Browsers waren alle Lesezeichen und die Ordner-Struktur vorhanden. Es sei einzig der Hinweis, dass die alten Lesezeichen im Chrome natürlich nun alle überschrieben und weg sind, falls hier vorher welche separat angelegt wurden.



Das Tool exportiert natürlich auch zu anderen Browsern. Der Vorgang ist identisch.
Den Apple-Browser Safari gibt es auch für Windows. Mir gefällt dieser Browser eigentlich gut. Vieles erinnert an Opera oder ist zumindest ähnlich. Auch hier wurden Lesezeichen und Ordner-Struktur einwandfrei übernommen. Leider musste ich aber feststellen, dass bei Safari die Lesezeichen prinzipiell nicht alphabetisch aufgeführt werden, was wohl die absolute Minimal-Anforderung wäre. Gewisse Programmierer scheinen wirklich noch in der Steinzeit zu leben. Nun ja, soviel zum Thema Apple!

Somit schliesst sich meine Suche nach einem tauglichen Browser für's erste. Viel kalter Kaffee und Frust. Das Internet ist nicht mehr wegzudenken, aber ein gescheiter Browser scheint noch Neuland zu sein.
So beschränke ich mich künftig wohl auf Chrome als Haupt- und Safari als Zweit-Browser.
Vielleicht hat ja noch der eine oder andere Leser dieses Beitrages noch einen guten Tipp?

Nachtrag: Zufällig bin ich noch auf diesen neuen Browser gestossen. Er nennt sich Vivaldi und hinter dem Projekt steckt niemand anders als der ehemalige CEO von Opera! Wenn das nicht eine Botschaft ist? Vermutlich habe ich richtig vermutet, kennt man ja vom täglichen Work-Life. Bezogen auf Opera heisst dies: Der alte CEO wollte den vermutlich «aufgezwungenen» Scheiss mit dem neuen Opera-Browser nicht mittragen und nahm den Hut. Nun macht er mit einigen Mitläufern einen Neuanfang mit alten Werten. Vivaldi macht da weiter, wo der alte Opera aufgehört hat. 
Erster Eindruck: Gar nicht übel! Sackschnell, übersichtlich und man findet sich sofort zurecht. Man darf gespannt sein, wie sich dieser Browser weiter entwickelt. Den behalte ich auf jeden Fall im Auge.

Review: Outdoor-Solar-Ladegerät

Wer heute unterwegs ist, hat meistens auch elektronisches Equipment dabei. Smartfon, GPS, Kamera, Taschenlampe u.v.a. Bei längeren Touren stellt sich die Frage, wie man allenfalls leere Akkus wieder aufladen kann.
Am Gebräuchlichsten sind wohl Solarladegeräte. Um ein kleines Gerät mit wenigen Stunden Sonnenschein wieder aufzuladen, braucht es jedoch ein leistungsfähiges Solarpanel. Winzige Panels sind wenig praxisgerecht und eher ein «Spielzeug» für Leute mit viel Geduld.


Praktischerweise lassen sich die meisten Geräte mit 5V laden, da sie über eine USB-Ladebuchse verfügen. Daher macht es auch Sinn, etwa eine leistungsstarke Powerbank im Gepäck zu haben. So kann man Nachts und bei wenig Sonnenschein viele Kleingeräte laden. Eine Powerbank reicht meisten schon, um die Versorgungslücken unterwegs zu decken. 
Irgendwann muss jedoch auch die Powerbank wieder geladen werden. Wenn keine Steckdose vorhanden ist, kommt ein geeignetes Solar-Ladegerät in Frage.

Irgendwie erstaunen mich die hohen «Apotheker»-Preise bei gewissen Outdoor-Händlern. Die üblicherweise faltbaren Panels im Rucksack-Format erhält man dort ab 170.- SFR (5 Watt) bis 300.- SFR (10W) und natürlich gibt es auch noch Teurere. Die Geräte sollen dann Wasserdicht und Tropentauglich sein, was für diese Preise eigentlich zu erwarten ist.
Nun gut, who cares? Wer nicht in die Tropen geht oder eine Arktis-Expedition plant, der kann sich einiges sparen. Für was soll das Panel etwa wasserdicht sein? Will man damit tauchen? Bei Regen muss man sein Panel erstens gar nicht aufklappen und zweitens verursachen einige Regentropfen noch lange keinen Schaden.
Zudem sei gesagt, dass die meisten Solarzellen aus China stammen, ob teuer oder billig. China überschwemmt den Markt mit billigen Solarzellen. Die hohen Preise werden durch die Zwischenhändler verursacht, welche möglichst viel Gewinn machen wollen. 

Weiter werden Solarzellen etwa mit markigen Ausdrücken wie Triple Junction- oder Moth Eye-Technologie angepriesen, welche angeblich höchsten Wirkungsgrad und Solarertrag garantieren. Der alte Trick, dem Kunden einige Ausdrücke an den Kopf werfen, welche hochstehende und potente Technik vorgaukeln sollen! Allerdings sollte man sich hier auch wenig beeinflussen lassen.
Der Wirkungsgrad einer Solarzelle beträgt so grob zwischen 15 und 22%. Für diese Anwendung hier macht sich das noch nicht nennenswert bemerkbar, erst bei Gross-Anlagen. Sonniges Wetter ist für den Outdoor-Einsatz viel entscheidender und darauf hat man bekanntlich keinen grossen Einfluss.

Übrigens: Auf der Webseite betreffender Handelsfirma finde ich keine einzige verwertbare und reale Angabe zu deren «hochgepriesenen» Panels. Also wieder einmal 
pures Marketing-Blabla eines selbsternannten Solar-Spezialisten. Was sie eigentlich verkaufen, wissen diese Schwätzer offensichtlich nicht.
Diese Geschäftemacher schrecken mit ihren Hoch-Preisen allenfalls noch umweltbewusste Normal-Verdiener davon ab, sich ein Panel überhaupt anzuschaffen, weil sie glauben, für 50€ kriege man gar nichts Brauchbares. Jeder kann doch selber abschätzen, was sich für ihn lohnt. Der «normale» Durchschnitts-Outdoor-Mensch (falls es sowas gibt), welcher beim Trekking, Camping oder Outdoor-Abenteuer einige Kleingeräte oder sein Tablet aufladen möchte, ist mit folgend beschriebenen Solar-Ladegerät sicher gut bedient.






Dieses Panel erhält man bei Amazon bereits ab 50€. So wollte ich wissen, was diese taugen und bestellte eines.

Leistung und Verarbeitung überraschten mich zuerst einmal positiv. Das gefaltete Panel ist kleiner als ein A4-Blatt und etwa 25mm dick. Die Tasche wird per Velcro verschlossen gehalten und wirkt hochwertig. An zwei USB-Steckdosen, welche in innen liegender Tasche verstaut sind, können die Verbraucher angeschlossen werden.

Beiliegend sind auch vier kleine Karabiner, mit welchen das Panel an seinen Ösen irgendwo befestigt werden kann, bsw. am Rucksack.

Für den weiteren Test musste zuerst mal ein sonniger Tag abgewartet werden. Um eine Powerbank (ca 20Wh) zu laden, braucht es schon etwa vier Stunden Sonnenschein. So legte ich das Panel an einem schönen Nachmittag an ein sonniges Plätzchen. Der Akku war noch etwa 25% geladen. Als ich knapp drei Stunden später wieder schaute, war der Akku bereits voll geladen.
Die Ladeelektronik wird als intelligent bezeichnet und scheint den Ladestrom dem angeschlossenen Gerät anzupassen. Es ist doch immer wieder eine Freude, seine Geräte mit Strom von der Sonne zu tanken. 
Das Solar-Ladegerät hat mich bisher überzeugt und ich freue mich, es in diesem Sommer vermehrt einzusetzen und weiter zu testen. Weitere Ergebnisse werden allenfalls in diesem Post ergänzt.


Die bessere Powerbank von Xiaomi

Meine erste Powerbank war ein sehr enttäuschender Fehlkauf. Glücklicherweise fand ich mittlerweile eine, welche hält was sie verspricht.
Von dieser Powerbank existieren leider auch sogenannte Fakes, welche auf den ersten Blick gleich aussehen, aber ein erbärmliches Innenleben haben, deshalb sogar Brandgefährlich sind! So rate ich, dieses Produkt nur von seriösen Händlern zu kaufen. Mein Test hier bezieht sich ausschliesslich auf das Original-Produkt von Xiaomi.
Der Hersteller Xiaomi (sprich Schaomi oder so ähnlich) produziert auch Geräte wie Smartfons, Tablets etc. und ist international kein Unbekannter.

Obwohl ich dem Lieferanten vertrauen konnte, mir keinen Fake zu liefern, prüfte ich gleich zu Beginn die kleinen Unterscheidungs-Punkte. Bekanntlich ist ja Vertrauen gut, aber Kontrolle besser! 
Im Internet findet man genügend Vergleiche dazu. Die Powerbank aufschrauben brauchte ich gar nicht erst, da es eindeutig das Original ist. Wer will, kann noch das angebrachte Siegel abrubbeln und die Seriennummer auf der Xiaomi-Webseite prüfen.Nach einem ersten Test muss ich sagen: Ich bin restlos begeistert! Diese Powerbank ist wirklich absolute Spitze.
Sie hat ein schickes Design und wiegt 250g. Das Alu-Gehäuse soll bis 50Kg Druck aushalten und ist beständig gegen Korrosion, macht insgesamt einen soliden Eindruck. Im Falle eines Sturzes fliegt nichts auseinander, da das Gehäuse eine einzige schützende Hülle ohne Trennstellen ist. 
Durch die abgerundeten Seiten liegt sie auch gut in der Hand und «eckt» nicht an. 
Die Elektronik schützt gegen Widrigkeiten wie Überladen, Kurzschluss, Übertemperatur, Überstrom und sogar gegen falschen Anschluss. Bestückt sind u.a. modernste Chips von Texas Instruments.
Die Akkus stammen ausschliesslich von LG oder Samsung, vier Stück zu je 2600mAh.
Als Zubehör sind farbige Silikon-Hüllen erhältlich, welche vor Kratzern schützen und besseren Grip verleihen.
Mittels vier kleinen LED wird man über den Ladezustand informiert. Dazu drückt man kurz den Button.
Wird die Powerbank belastet, leuchten diese LED periodisch auf. So kann der Ladezustand stets im Auge behalten werden, ohne dass wiederholt die Taste gedrückt werden muss. Praktisch! 




Etwas ungeduldig machte ich mich an einen ersten Test. Die Powerbank wurde geladen und mit meiner elektronischen Last erstmals mit 2A belastet. Die Ausgangsspannung blieb dabei absolut stabil, bei knapp über 5V.
Das ist für mich nun die erste Powerbank, bei welcher die Ausgangsspannung absolut stabil bleibt! Bei allen anderen getesteten Produkten konnte man zusehen, wie die Spannung mit steigender Belastung abfiel, ja sogar bis unter die USB-Spezifikation!


Danach wurde mit konstanten Strom von 1A entladen und dabei die Ausgangsspannung direkt am Ausgang gemessen und aufgezeichnet. Das ist wichtig, um Messfehler zu vermeiden.
Nach 6,4h war die Ausgangsspannung immer noch exakt bei 5,015V. Einige Minuten später schaltete der Akku dann ab.
Das ist ein sehr gutes Ergebnis, vor allem auch für die erste Initial-Ladung. Ein Akku erreicht seine maximale Leistung erst nach einigen Ladezyklen. Auch lieferte er eine absolut stabile 5V-Spannung, vom Start bis zur automatischen Abschaltung - Super!


Man rechne kurz: Energie der Powerbank 37,44Wh. Der Hersteller rechnet hier übrigens mit 3,6V als Akku-Nominalspannung, folglich 3,6 X 10400mAh. Andere rechnen meist mit 3,7V, was das Resultat nur etwas beschönigt.





Die Last entsprach immer genau 5W, da Ausgangs-Spannung und -Strom stets konstant blieben. Die entnommene Energie folglich 6,4h X 5W = 32Wh. Dies entspricht einem Wirkungsgrad von 32Wh / 37,44Wh = 85%
Da ich aber anfänglich noch etwas mit der Strombelastung herum spielte und deshalb zusätzliche Energie verbrauchte, verließ ich mich auf die Messung mit meinem Power-Analyzer, welcher eine entnommene Energie von insgesamt 35,8 Wh anzeigt. Hier wäre der Wirkungsgrad 35,8Wh / 37,44Wh = 95% (Messfehler eingeschlossen)
Der vom Hersteller angegebenen Wirkungsgrad von bis zu 93% dürfte also realistisch sein. Daran hege ich keine Zweifel!

Diese Powerbank kann ich absolut empfehlen, darum beschaffte ich mir gleich drei Stück und bin nun Powermässig absolut autark, wenn ich unterwegs bin. 
Link zum Angebot: Xiaomi Powerbank und passende Silicon-Hüllen dazu. Es gibt auch eine grössere Version mit 16000mAh, welche aber auch etwas schwerer ist.






Die Gadget-Gesellschaft

Phillux's Gedanken zur Gadget-Gesellschaft, deren fehlender Demut vor der Technik, Staubsaugerrobotern und der tumben Herde.

Die Technik, insbesondere die Elektronik, hat in den letzten Jahrzehnten ex­or­bi­tante Sprünge gemacht. Wer sein halbes oder ganzes Leben mit der Technik Schritt halten musste, oder es wenigstens versuchte, weiss genug davon zu berichten. Nach vielen Jahren in diesem Metier kann sich eine gewisse Müdigkeit gegenüber diesem Technologie-Stress entwickeln. Es beginnt damit, dass man sich für wesentlich banalere Sachen interessiert, z.B. Vogelhäuschen bauen. Viele Dinge lassen sich zudem auch auf simple Art und Weise lösen.
Wieso soll man bsw. jede einzelne Lampe in seiner Bude vom Smartphone aus steuern können? Wer seine Zeit mit solchen Dingen verplempern will, kann dies tun. Ich frage mich jedoch wozu?
Die Industrie erfindet und vermarktet laufend neue Auswüchse solch geistreichen Errungenschaften. Staubsauger-Roboter gehören da sicher dazu. Kleine Technik-Monster, mit Sensoren vollgepackt, sollen dem Menschen nützlich sein und werden vorzugsweise von gut verdienenden Technik-Laien gekauft.
Ich bekam mal einen zum Testen. Das Ding verursachte kleine und grössere Kollateralschäden in der Wohnung, drehte seine Putz-Runden völlig chaotisch und alles andere als zielorientiert, kurvte für ein einziges Zimmer gute 40 Minuten sinnlos umher und lärmte dabei nervig. Ausserdem benötigte er extrem viel Zeit für seine tägliche Pflege! Zudem ist spätestens nach zwei Jahren der Akku futsch und der ist teuer!
Alles in allem ein völlig sinnloses und unökologisches Produkt für die Ich-hab-halt-schon-alles-Generation! Wenn man bedenkt, dass man dieselbe Arbeit in wenigen Minuten, viel billiger und besser, mit einem banalen Staubsauger erledigen kann!
Leider werden diese Dinger trotzdem verkauft. Schlimmer noch, es gibt bereits einen Nassreiniger-Roboter im Angebot. Vermutlich kaufen vor allem Männer solche Dinger, weil sie noch nie im Leben einen Staubsauger in der Hand hatten (die Frau macht ja alles) und sich nicht vorstellen können, dass man mit einem normalen Staubsauger Marke Heinzelmann schneller ist.

Ein Grossteil der heutigen Gesellschaft hat wenig oder überhaupt keine Ahnung von Elektronik und Technik im tieferen Sinne. Auch wenn man sich mit Apfel-Gerätchen schmückt, ist man deswegen kein Neunmalkluger.
Heutzutage fühlen sich jedoch viele als Experten, nur weil sie ihren Fernseher programmieren, einen Multikopter steuern oder ihren HiFi-Combo im Auto bedienen können. Man ist ja nicht blöd!
Das Innenleben der Geräte, welche sie sich im Konsumrausch leisten, interessiert sie kaum. Nur was schneller oder sexier ist gefällt. Manchmal ist grösser besser - manchmal möglichst klein. Ein 400Hz-Fernseher muss es schon sein, je mehr Hz desto besser oder so ähnlich. Der Nachbar besitzt schliesslich nur einen 100Hz-TV.
Jeder spielt mit seinem Smartfon herum, freut sich an den neusten Gadgets, kann sich aber unter einem Transistor nichts vorstellen. Wenn selbe aber in einen Blöd-Markt gehen, fühlen sie sich als die absoluten Profis. Sie werfen mit Abkürzungen umher, welche sie aus der Werbung oder den sogenannten «Fach»-Zeitschriften kennen, dass es den Verkäufern davon fast schwindelig wird. 




Aus der Werbung für einen Edel-Player von Sony.
Die «ich bin doch nicht blöd's» glauben diesen
Nonsen  ( erfunden von Marketing-Fuzzis ) garantiert!

Ich wurde sicher schon einige hundertmal nach meiner beruflichen Tätigkeit gefragt. Dabei fiel mir auf, dass ein Elektroniker für die meisten Leute ein völlig unbekanntes Wesen ist - so etwas von einem anderen Stern. Was macht denn ein Elektroniker war die Standard-Frage? Oft wurde mein Beruf mit dem des Elektrikers verwechselt. Das ist so geläufig wie die Amis die Schweiz mit Schweden verwechseln! Auch erhielt ich mehrmals die dämlichsten Vorstellungen von diesem Berufsbild beschrieben, welche ich nun nicht weiter kommentieren möchte.
Natürlich wusste auch im Steueramt niemand Bescheid über meinen Beruf, was ja auch nicht wirklich erstaunt. Alle meinen berufsbedingten Weiterbildungs-Kosten (und das waren nicht wenige) konnten steuerlich nie geltend gemacht werden, weil sie behaupteten, es hätte nichts mit meinem Beruf zu tun! Weiterbildung konnte man steuerlich absetzen, Ausbildung aber nicht. So war meine berufsbedingte Weiterbildung laut diesen technisch inkompetenten Sesselfurzern also schlicht Ausbildung.
Künftig antworte ich bei Fragen nach meinem Beruf, ich sei Unternehmer, was ja eigentlich nicht gelogen ist, denn ich unternehme immer gerne etwas! Das verstehen die Leute vielleicht besser und ich muss dann gar keine Steuern mehr zahlen.


Generell hat sich die heutige Gesellschaft schnell daran gewöhnt, dass man sich praktisch alles kaufen und es sogar bedienen kann. Auch die Industrie lernte schnell dazu. Nur wenn etwas einfach zu bedienen ist, wird es massenhaft verkauft. Seit die Drohnen zur Massenware wurden, lässt bald jeder Depp eine herum schwirren und spielt NSA damit. Die ersten Verbote sind deshalb bereits im Anrollen, um grössere Schäden zu verhindern.
Die tumbe Herde glaubt stets, dass alles möglich ist, für jedes technische Problem immer eine Lösung gefunden werden kann. Oder auch, dass ein anderes Problem (bsw. Umwelt) immer mit Hilfe moderner Technik gefixt werden kann. Ein Irrglaube - man denke nur an Fukushima & Co! Das diese Meiler sicher sind behaupten lediglich Irre, Politiker und Lobbyisten! Auch wurde bis heute keine absolut sichere Lagermethode für den Atom-Dreck gefunden. Daher lässt man diesen schon mal irgendwo verschwinden, bsw. im Meer oder so!
Die tumbe Herde glaubt an jede euphorische Furz-Idee wie bsw. die Pizza-Lieferung per Drohne, um nochmals auf diese Dinger zurück zu kommen. Die zahlreichen Probleme dahinter wollen sie gar nicht sehen. Und ob es überhaupt sinnvoll ist, da macht sich schon gar keiner dieser Fuzzis Gedanken.
D
ie tumbe Herde glaubt an Fortschritt, wenn sich ein Narzist aus 39Km Höhe auf die Erde zurück stürzt!
Dieser Trottel wäre gar nie da hoch gekommen, hätte nicht ein Team von Ingenieuren und Technikern mit ihrer Denkarbeit die Möglichkeit dazu geschaffen!  
Laut Sponsor Red Pfui war dieser Rekord ja nicht der eigentliche Zweck der Mission gewesen, stattdessen habe der wissenschaftliche Nutzen Vorrang gehabt, ebenso wie der Versuch, «Menschen zu inspirieren, Großes zu wagen».
Naja, welcher wissenschaftlicher Nutzen? War die Erkenntnis, dass man statt einen gebildeten Affen auch einen ungebildeten Baumgartner aus dem All fallen lassen kann oder umgekehrt? Ausserdem sprang vor Baumgartner schon in den 60ern jemand runter, dann liessen sie es bleiben. Damals war es sicher auch eine bemerkenswertere Leistung, man vergleiche den Stand der Technik! 

Der einzige Nutzen besteht wohl aus dem werbewirksamen Auftritt eines egomanischen Zuckerwasser-Dealers. Nebenbei gesagt, nur mit Scheisse verdient man wirklich viel Geld!
Die tumbe Herde überlässt das Denken also einer Minderheit: der Technik- und Wissenschafts-Elite. Gleichwohl zollt sie aber eigentlich sehr wenig Respekt vor deren Leistung. Sie wissen ja nicht einmal was diese Leute machen!
Jedem Anwalt, Banker oder Gangster, ja schlussendlich einem vorbestraften Adrenalin-Junky und Steuer-Flüchtling, zollen sie mehr Respekt. Ach wie cool, der macht Kohle, fährt einen Porsche und zeigt sich stets im feinen Anzug - Respekt, Respekt!
Ein Bushido darf jeden despektierlichen Dreck herauslassen, macht viel Kohle damit, ist vorbestraft und wird trotzdem noch ausgezeichnet - Respekt! Welche Luschen hören sich solch kranken Dreck überhaupt an? Einzeller oder bringen sie es auf zwei Hirnzellen?

Ein Wissenschaftler, Techniker oder Ingenieur ist in deren Augen vermutlich nur ein langweiliger Streber, ein Klugscheisser, völlig uninteressant!
So denken Leute, welche selber noch nie viel Hirnschmalz investierten um sich Wissen anzueignen. Sie frönen lieber einfacheren Beschäftigungen nach, gucken Geissen's auf RTL und finden Heidi Klum sei eine intelligente Frau oder bewundern einen Taugenichts, der aus dem All runter springt.
Vor Fussball-Managern, auch solche unbedeutende Wichtigtuer welche ungefragt zu allem ihren dümmlichen Senf beisteuern, scheinen sogar Staatslenker Respekt zu zollen, auch wenn diese wegen Steuerbetrugs verurteilt und eingelocht werden. Noch schlimmer, sie sagen es sogar öffentlich! Der normale 0815-Steuerhinterzieher kann dagegen mit Null-Toleranz rechnen, deckt dieser ja auch keine weiteren «prominenten Steuerbetrüger» aus dem Club der Machtmenschen, wie Erstgenannter es vermutlich tut! Ach wie tief ist die Menschheit nur gefallen?
Drei Forscher erhielten den Physik-Nobelpreis für die Entwicklung der blauen Leuchtdiode. Die tumbe Herde interessiert dies natürlich wenig und ihr Kommentar dazu ist höchstens ein langweiliges - ach wie toll! Für was ist denn das gut? Danach glotzen sie wieder auf ihre Smartfons und nicht einmal jetzt geht ihnen ein Licht auf! So tickt unsere Gesellschaft eben.
Vielleicht müsste man die Technik wieder komplizierter machen? So, dass nur Fachleute sie bedienen können. Wenn jeder Depp damit umgehen kann, wird sie auch von jedem Depp missbraucht.
Irgendwie denke ich, die Gesellschaft habe den technischen Fortschritt echt nicht verdient und stellt mit ihren Gadgets nur Blödsinn an!

PS: Apropos Roomba, zufällig entdeckte ich in einem Shop folgende Bewertung eines Käufers. Eigentlich entspricht dieser Typ genau der oben beschriebenen Gadget-Gesellschaft. Zahlt 700 Tacken für einen Roomba, findet dessen Schwächen sogar noch lustig, glaubt Zeit damit zu sparen und steht voll und ganz hinter seinem Fehlkauf, weil es eben nur Spielzeug ist! Was für ein Armleuchter!



Nachtrag: Drohnen als Ärgernis: Link 

Low-Budget-Schnurschalter

Für eine Lampe benötigte ich einen Schnur-Schalter. Leider passte der Vorhandene nicht für das dicke Netzkabel. Teurere Schalter sind vielleicht besser zu montieren, doch ehrlich gesagt, finde ich die teilweise recht überteuert.
Also spart man sich das Geld und greift zur McGyver-Lösung, oder hier besser Phillux-Lösung.
Kleinere Wippenschalter hat man meistens noch in der Bastel-Kiste. Viele davon ausgebaut aus alten Elektro-Geräten.
Ich überlegte mir, was ich als Gehäuse verwenden konnte. Ein Stück Elektro-Rohr, ca. 5cm lang, passte und ist günstig.
Eine Aussparung für den Schalter lässt sich leicht anfertigen. Vom Netzkabel entfernt man ein Stück des Mantels, da wo der Schalter hin kommt. Man trennt nur die Phase auf, diese kommt später an den Schalter.



Das Netzkabel zieht man durch das Rohr und schliesst nun die Phase am Schalter an, welcher danach in die Aussparung gedrückt wird.
Am Schluss füllte ich das Rohr grosszügig mit Heiss-Kleber auf - fertig! Isolationstechnisch sozusagen Bullet-Proof! Was will man mehr?



DIY-Boom-Box

Portable Lautsprecher gibt es zwar zur Genüge im Handel, aber man kann auch leicht selber einen bauen. Dank den billigen Amplifier-Modulen aus der Bucht ist es kein grosses Problem.

Da ich momentan viel mit Audio-Recorder und «speziellen Mikrofonen» unterwegs bin, benötige ich einen portablen Lautsprecher um «vorzuhören». Genannte Mikrofone, eigentlich eher Tonabnehmer, müssen zuerst optimal installiert werden. Dazu ist ein Lautsprecher natürlich sehr hilfreich.

Mein alter Audio-Amp mit einem LM386 hat ausgedient.
So ein kleines Verstärker-Modul bringt 2x3 W Musik-Leistung. Da es mit 5V betrieben wird, entschied ich mich ein Boost-Modul einzubauen. Dieses wandelt die Batteriespannung von 2 bis 2,5V ( Zwei AA-Akkus ) auf die notwendigen 5V für den Verstärker.
Lautsprecher fand ich noch zwei kleine Visaton, welche sogar IP-65 erfüllen, also unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit sind. In meinem Anwendungsfall super, da die Box schon mal feuchter Witterung ausgesetzt sein kann.




Die Lautsprecher passten dann auch ganz knapp (wieder einmal) in das Gehäuse. Weiter wurde eine Stereo-Eingangsbuchse und ein Druck-Schalter eingebaut, den Batterie-Halter und alles verdrahtet - fertig.
Der Sound von diesem Miniatur-Verstärker ist doch recht beachtlich. Alles in allem ein erfreuliches Ergebnis.



Trau, schau, wem!

Wenn man beim Chinesen einkauft, muss man sich über die Qualität oft nicht wundern. Ob man über Egay, andere Online-Händler oder über einen heimischen Dealer kauft, spielt keine Rolle. Made in China wird ja auch bei uns verkauft. Im letzten Fall ist der Händler einfach etwas näher, falls man diesem persönlich auf den Tisch klopfen möchte. Ansonsten müsste man in's Flugzeug steigen und um den halben Erdball fliegen.
Oft produzieren diesselben Fabriken Marken- wie auch ebenbürtige Noname-Produkte. So gilt manchmal einfach Try and Error, man wird sehen, was man bekommt.

Ich bestellte einige Akkus für meine Gopro. Die Angabe von 1600mAh nahm ich nicht wirklich ernst. Die Chinesen übertreiben hier bewusst, mit betrügerischer Absicht. Aber so um die 1000mAh würden sie wohl schon bieten, dachte ich zumindest.




Als ich sie erhielt, machte ich gleich einige Tests. Aufladen, Gopro auf Dauer-Filmen bis zur Abschaltung. Nur so 50 bis 55 Minuten schafften die Akkus. Andere Marken-Teile halten dagegen 1h30Min locker, sogar 1h40Min.
Beim Laden schaltete ich ein Messgerät dazwischen. Diese USB-Tester sind der Hit für solche Messungen. Man kann damit jeden Fake-Akku auf einfache Art ermitteln.
Die beim Laden aufgenommenen Energie entsprach dann leider nur knapp 600mAh. So eine Entäuschung!




Einen der Akkus zerlegte ich. Der Aufdruck auf der LiPo-Zelle endet mit 600, was nun wohl eindeutig die 600mAh bestätigt. Auf den Labels wurde zusätzlich eine 1 vorne angefügt und so entsteht dann ein offensichtlich leistungsfähiger Akku mit 1600mAh. So einfach geht das!
Die Chinesen sind ein Volk von Fälschern, Lügnern und Betrügern!