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USB-Chaos und der Traum vom «idealen» Stecker

Mittlerweile einigte man sich (mehr oder weniger) zu einem einheitlichen Strom- / Daten-Stecker für Handys und andere Kleingeräte. Lange Zeit wurschtelten viele Unternehmen mit ihren eigenen, proprietären Stecker-Gebilden herum. Der Nachteil sollte jedem Hanswurscht schnell klar sein, benötigte man bis anhin für jedes Handy einen eigenen Netz-Adapter. Unpraktisch und unökologisch! Viele alte Netzteile flogen, spätestens beim Gerätewechsel, vorzeitig in den Müll. 
Jeder gewiefte Elektroniker überlegt sich wohl auch bei eigenen Basteleien, einen gewissen praktikablen Standard bei den Steck-Verbindungen einzuhalten. Wieso also nicht die Industrie? 
Der Micro-USB-Stecker soll nun also das Gelbe vom Ei sein! In der Europäischen Norm 62684 für einheitliches externes Stromversorgungsgerät ist alles dazu niedergelegt. Alles gut jetzt?
Natürlich gibt es bereits eine Micro-A- und eine Micro-B-Variante, um die Sache etwas komplizierter zu machen. Die B-Variante hat zwei abgeschrägte Ecken. Für was braucht es denn noch die A-Variante ohne abgeschrägte Ecken oder umgekehrt?


Bei einer meiner Action-Kameras ist der Stecker ein Micro-USB-B, ganz links auf dem ersten Foto. Der Stecker für meinen GPS-Tracker ist geringfügig anders (rechts im Foto). Also bereits wieder zwei unterschiedliche Kabel für Geräte, welche relativ neu auf dem Markt sind. Überhaupt scheint es eine Vielzahl an USB-Steckern zu geben! Ehrlich gesagt, ist es mir gar noch nie so extrem aufgefallen. USB-Kabel vom Typ A besitze ich mittlerweile Tonnenweise, auch welche vom Typ B. Schliesslich lag jedem erworbenen Gerät stets mindestens eines bei, ob man es wollte oder nicht. Die kleinen Micro-USB und die ähnlichen, proprietären «Slim»-Ausführungen sind auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden. Deshalb markiere ich die mitgelieferten Kabel stets mit Iso-Band und schreibe den Namen des zugehörigen Gerätes darauf.
Die kleinen Stecker möchte man öfters gerne um 180° verdreht einstecken, weil man erstmal nicht sieht, was oben und unten ist! Auch wer noch Adleraugen besitzt, versagt dabei spätestens, wenn die Dämmerung eingebrochen ist! Ein Mini-USB ist da noch klar im Vorteil, da von der Form eindeutig erkennbar, wie gesteckt werden muss. Man könnte es sogar noch ertasten. Überhaupt lassen sich die kleinen, flachen Stecker nicht so leicht einstecken, wie dickere oder quadratische Stecker.
Aber es ging ja vorerst nur um 
Einheitlichkeit, nicht um Komfort. Ob solche Stecker die verlangten 10’000 Steck-Zyklen wirklich überstehen, ist eine andere Frage?
Nach einigen Tausend Steckzyklen kann man vielleicht gleich das Gerät weg schmeissen, weil sich deren verschlissener USB-Port nicht ersetzen lässt!
Wer sich nun einen Überblick verschaffen will, der kann sich weiter bei Wiki schlau machen. Dort sind alle unterschiedlichen USB-Stecker näher erläutert.

Aber wieso schreibe ich dies alles? Nun, ich glaube, ich habe da einen gute Variante gefunden, um künftig den Lade-Stecker problemlos und auf Anhieb richtig einführen zu können.
Diese Kabel sind von Delock und unter der Bezeichnung Easy-USB erhältlich. Die Stecker (ob USB-Typ A, Mini oder Mikro) lassen sich nämlich immer nur richtig einstecken, da sie symmetrisch sind, auf beiden Seiten Kontakte besitzen.
Äusserst praktisch finde ich und allemal das Geld wert! 



Easy-USB-Kabel





Kingston Edel-Schrott und USB-Probleme

Wie mich ein USB-Kartenleser der neuesten Generation fast zum Wahnsinn trieb und eine Lösung bei ähnlichen Problemen mit USB-Geräten.

Kingston, ein renommierter Hersteller von Speichermodulen, mutiert für mich langsam zum Schrotthändler.
Ich besass einst einen edlen Kingston USB-Stick im schicken Metallgehäuse und wunderte mich eines Tages, als ich diesen verwenden wollte. Als ich ihn am USB-Port ansteckte, spürte ich weder Widerstand, noch wollte er stecken bleiben.
Ich schaute mal vorne rein und was sah ich? Nix, nur gähnende Leere! Der ganze Inhalt (also der Speicherchip) fehlte, fiel wohl irgendwann und irgendwo heraus. Tatsächlich ein echter Daten-Verlust ;-)




Der Inhaltslose Speicher-Stick! So was nennt
man echten Datenverlust!

Der USB-Stick war als extrem solid angepriesen worden und sogar mit einigen Jahren Garantie abgesegnet. Er wurde mir übrigens ersetzt, resp. der Kaufpreis erstattet. Allerdings wollte man mir zuerst nicht glauben, als wenn ich diesen Chip selber entfernt hätte! Tsssss - wie denn, ohne Spuren am Gehäuse zu hinterlassen und vor allem wozu?
Das Speicherchip-Ding war wohl mangelhaft geklebt worden, liegt nun irgendwo auf diesem Planeten herum, mit einigen Daten von mir - natürlich verschlüsselte.




Kürzlich also erneut Probleme mit einem dieser «Kongoware» alias Kingston - «Edel-Produkte»! Diesmal ein schicker USB-Card-Reader im edlen Metallgehäuse (oder ist es gutes Metall-Imitat?). Leider wollte er an meinem Win7 64bit-System einfach nicht erkannt werden. An meinem Netbook mit Win7-32bit funktionierte er zu meiner Überraschung.
Weiter fiel mir auf, dass sich der Kartenleser stark erwärmt. Steckt er eine Weile in einem USB-Slot, könnte man ihn als Handwärmer benutzen.

Ich frage mich, was wohl der Grund für diese abnorme Erwärmung sein könnte?
Muss ein Hochleistungs-Kartenleser der neuesten Generation so warm werden? Was soll denn das?


So setzte ich mich hin und installierte an meinem, ansonsten tadellos funktionierenden PC, die neuesten Treiber und Updates. Dieses kleine Ding glänzte aber weiterhin mit absoluter Arbeitsverweigerung.
Da ich keinen Bock hatte, mich noch länger mit so einem Scheiss zu beschäftigen, war die umgehende Rücksendung geplant. Ein Defekt schien mir überaus wahrscheinlich, deshalb bestellte ich gleich noch einen anderen Kartenleser, diesmal aber einen von Konkurrent Sandisk. Vielleicht sind die ja besser?

Die Verpackung lässt hochwertigere Ausführung
erwarten - der Preis auch!

Für den weit höheren Preis, ist der Sandisk
ziemlich lottrig gebaut! Man bemerkt dies
leider erst, wenn man ihn in der Hand hat!

So holte ich beim Händler meinen Neuen ab und wollte den Kingston sogleich in der Technik abliefern, am besten gleich eine Gutschrift dafür kassieren. Der anwesende Techniker (übrigens derselbe, der mir die erste, oben geschilderte Geschichte nicht glauben wollte) hatte gerade Langeweile und testete den Kingston umgehend an seinem Rechner, wo er nun natürlich funktionierte und ich einmal mehr blöd da stand! Na ja, an einem Rechner funktioniert er, an einem anderen nicht - das heisst gerade 50:50, aber der Ball liegt nun trotzdem wieder bei mir!
Also zu hause nochmals hingesetzt und erneut die Treiber-Situation angesehen, speziell die USB-Treiber. Leider half alles nix, mein System erkannte diesen Scheiss-Kartenleser definitiv nicht.
Nun griff ich erstmals zum neu erworbenen Sandisk und hoffte, dass sich hier die Sache nicht exakt wiederholt. Mit einer SD-Karte bestückt, was zuerst etwas Mühe bereitete und ab in den USB-Port damit - wurde er sofort erkannt, wie es sich gehört.

Wieso funktioniert der Sandisk also ohne Probleme und der Kingston nicht? Seltsam, seltsam!
So wollte ich den Kingston schon abschreiben und vergessen. Der Sandisk funktionierte zwar, aber wirkte nur auf der Verpackung hochwertig. Da fühlt sich der Kingston eigentlich schon einiges besser an - seufz!

Nach einer Denk-Pause und kurzzeitiger Ablenkung kam mir noch eine Idee. Im Gerätemanager erkennt man normalerweise die unzähligen Treiber-«Leichen» nicht, welche da noch im System herumgeistern. Um diese sichtbar zu machen und folgend zu entfernen, geht man wie folgt vor:


  • Im Startmenu: erweiterte Systemeinstellungen eingeben
  • Im neu öffnenden Fenster auf den Tab Erweitert und dann auf Umgebungsvariablen klicken
  • Im neuen Fenster unter Systemvariablen auf Neu klicken und eine neue Variable anlegen:
    Name der Variable: Devmgr_show_nonpresent_devices
    Wert der Variable: 1
  • Dann alles speichern und schliessen
Wenn man nun den Gerätemanager öffnet und Ansicht / ausgeblendete Geräte anzeigen aktiviert, sieht man die alten, nicht mehr benötigten Geister-Treiber, welche nun alle grau hinterlegt sind.

Schon fast alle «Leichen» entfernt. Mühsam
aber notwendig!

Die Liste kann sehr lange sein. Diese «Geister» eliminieren, wäre ab und zu nicht das Dümmste. Leider lassen sich diese nur einzeln löschen, so dass man etwas Zeit benötigt.
Ich löschte alle nicht mehr benötigten Einträge unter USB-Controller , machte dann einen Neustart.
Nun steckte ich nochmals den Kingston-Kartenleser in einen USB-Port und siehe da: Bingo, er wurde nun tatsächlich erkannt und man hatte Zugriff auf den Speicher! Auch erwärmte er sich jetzt nicht mehr auffällig.
Na ja, da muss wohl was in der Treiber-Sektion falsch gelaufen sein. Aber finden muss man die Lösung zuerst, gell ;-)

So sah die Sache vorerst wieder völlig anders aus - leider nur kurzfristig! Bei späterer Verwendung dieses Kartenlesers, stürzte beim Anstecken desselben der Rechner ab!
Irgendwie muss dieses Ding extrem instabil sein? Bevor dieser Schrott meinen Rechner noch mehr zerschiesst, werfe ich es auf den Müll - Kingston-Schrott!


Fazit: Einen aktuellen Kartenleser zu finden, der gut verarbeitet ist und tadellos funktioniert, ist offenbar ein schwieriges Unterfangen. Oft sind sie auch völlig überteuert, Preis- / Leistung stimmt nicht.
Dass grosse Marken wie Sandisk dann noch eine wertigere Ausführung vortäuschen, mittels Photoshop-Bildern auf der Verpackung, ist eine absolute Frechheit. Der Kingston wirkt dagegen gut verarbeitet, verhält sich aber dermassen zickig und unberechenbar, dass da wohl im Innenleben nicht alles ganz sauber ist!
Vielleicht habe ich einfach eine Niete gezogen. Jedoch dürfte so etwas heutzutage eigentlich nicht passieren. Schleierhaft ist mir immer noch, wieso der Kingston sich anfänglich so stark erwärmte, später dann nicht mehr?
Auf Amazon findet man einige Rezensionen, in welchen die starke Erwärmung ebenfalls angesprochen wird. Auch sollen die Kontakte schon mal versagen.

Ich kann keinen dieser beiden Kartenleser empfehlen
 siehe unten. Sicher gibt es weit günstigere, welche qualitativ absolut in Ordnung sind. Die Suche nach dem Ultimativen geht weiter!


Getestet hatte ich den Reader mit microSD-Karten SDXC UHS-1 von Sandisk und Samsung (32GB und 64GB).

edit: Juni 2016: Mittlerweile wurde mein System neu aufgesetzt. Nach langem Suchen vermute ich die USB-Probleme durch eine USB3-Front-Unit verursacht. Ich hoffe die Probleme seien hiermit erledigt. Der Kingstone G4 funktioniert zur Zeit bestens :-) wird aber bei Gebrauch schon etwas warm.

edit: Juli 2016: Keine weiteren Probleme mehr aufgetaucht, beide Kartenleser funktionieren, wobei der G4 nun tatsächlich gefällt ;-)
Also war offenbar die USB-Frontunit das Problem. Aber manchmal ist es eben nicht einfach, den Übeltäter zu überführen.


Asus Nexus7 (2013 LTE Version) reparieren

Was für ein Drama! Mein Nexus 7 funktionierte seit zwei Jahren klaglos und nun das! Nein es ist mir nicht runter gefallen - never, sah aus wie am ersten Tag - keinen einzigen Kratzer. Aber die vielen Berichte, man könne dieses Tablet gut öffnen und den Akku tauschen, hat schlussendlich zum Drama geführt.
Nein Leute, ich will echt nicht mehr darüber sprechen, nur eines noch: Wieso konstruieren Hersteller ihre Tablets so hauchdünn und zerbrechlich? Wieso braucht man zum Austausch des Akkus mindestens die Erfahrung, ein funktionierendes Gerät beim Öffnen geschrottet zu haben? Wieso baut man in der heutigen Zeit, wo viel von Ökologie und Umweltschutz gelafert wird, keine Geräte mit ersetzbaren Akkus?
Die Antwort ist vermutlich folgende: Die korrupte Industrie will neue Geräte verkaufen, endlos!


Nachdem nun also ein kleiner Riss im Glas entstand, dezent am Rand, dachte ich zuerst Scheisse, aber es wird wohl noch funktionieren. Bei genauerem Hinsehen unter verschiedenen Blickwinkeln, entdeckte man einen weiteren Riss, ganz dezent quer durch das Display. Der Touchscreen funktionierte nicht mehr, reagierte nach dem Zufallsprinzip.
Nach dem ersten Frust (Reparatur wohl zu teuer oder nicht möglich, lohnt sich wohl auch nicht - neues kaufen), kamen leichte Aggressionen zum Vorschein: Frust-Abbau durch «über die Kante schlagen»? Was soll ich noch damit? Als Schneide-Brett verwenden?



So sah es anfänglich nicht ganz aus,
aber wenn's kaputt ist, kommt es
 auf einige weitere Risse nicht mehr an!

Glücklicherweise kam ich durch weibliches Zureden, vorzeitig wieder auf Normal-Puls runter. Also flugs Google angeschmissen und mal ausgiebig nach Ersatzteilen und Reparaturanleitungen gesucht.
Zuerst das Wichtigste: Krieg ich überhaupt ein passendes Ersatzteil zum moderaten Preis, so dass sich die ganze Sache überhaupt lohnt?
Yeahhh! Ich stiess auf diese Webseite , wo neben Anleitungen auch passende Ersatzteile gefunden wurden. Für den Screen, bestehend aus Glas und Digitizer, bezahlte ich 43$ plus nochmals etwa 20$ für den Versand aus USA. Alles in allem ein fairer Preis. Natürlich muss auch die Qualität stimmen. Hier vertraute ich dem Anbieter, welcher einen guten Ruf zu haben scheint. Also gleich mal so ein Teil bestellt :-)


Etwas doof ist, dass man den Front-Rahmen vom alten Display ablösen muss, weil man diesen wieder benötigt. Der Rahmen ist mit starkem Klebeband verklebt und ich befürchtete, dass er beim Entfernen beschädigt wird. Wieso nicht gleich das Display komplett mit Front-Rahmen verkauft wird, ist mir ein Rätsel. Es sind günstige Frontrahmen beim Chinesen erhältlich, der Original ist zu teuer. Allerdings nur für die WLAN-Variante. Meines ist die LTE-Version, welche einen etwas anderen Rahmen verbaut hat. 
Nun gut, mit der richtigen Vorgehensweise und den passenden Tools, konnte er relativ leicht entfernt werden.


Die richtigen Tools! Besonder das Mittlere hat sich
äusserst gut bewährt. Mindestens das Blaue, sollte
man sich noch anschaffen.

Zum Lösen des Rahmens heizte ich auf der Glasseite (wichtig!) mit etwa 100° (tiefer lässt sich meine Heissluftstation nicht einstellen) vorsichtig auf und hebelte den Rahmen mit einem passenden Tool ab. Man hört, wie sich der Kleber löst. Die Heissluftstation ist dafür genial geeignet, da man damit sehr gezielt wärmen kann.Dass mein altes Display dabei weiter zerbrach, spielte ja keine Rolle mehr.




Als der Rahmen ab war, musste noch das alte klebrige Zeugs entfernt werden. Dafür benötigt man mehr Zeit. Hierzu keine Lösungsmittel verwenden, da diese den Rahmen angreifen können.
Das neue Display hatte bereits vormontierte Klebestreifen. Beim Einsetzen in den Rahmen, sollte dies auf Anhieb gelingen, da der Kleber sofort und ziemlich stark hält. Ein erneutes Lösen ist nicht möglich!
Also zuerst einigemal trocken üben. Dann am besten zuerst in einer Ecke ansetzen, danach die ganze Längsseite ansetzen und das Display langsam in den Rahmen «einklappen» lassen.
Es versteht sich von selbst, dass die Ausrichtung des Displays und das Anschluss-Flachkabel vorher richtig positioniert wurden!
Besser jeden Schritt zweimal überdenken! Jede Hektik kann alles ruinieren. 


Die Montage der Platinchen ist eigentlich nicht so wild. Wichtig aber: Alle Schrauben so aufbewahren, damit man nachher weiss, wo diese eingesetzt waren. Einzelne Schrauben sind kürzer oder dicker und müssen natürlich wieder in's richtige Gewinde. Ausserdem verwendete ich Schraubensicherung, da vorher auch solche aufgetragen wurde.
Vorsicht bei den Steckverbindungen: Bevor man wild herum würgt, sollte man sich informieren, wie die entsprechenden Stecker zu entfernen sind. Ansonsten können diese leicht beschädigt werden.







Einzelne Stecker sind mit Klebeband gesichert. Dieses lässt sich wieder verwenden, nur einseitig lösen! Passende Tools dazu verwenden, solche aus Plastik, um Beschädigungen an Leitern und Steckern zu vermeiden.
Nach dem Zusammenbau und mehrfacher Kontrolle, kam der grosse Moment. Ich wollte das Gerät zuerst im offenen Gehäuse testen. Nach einem langen Druck auf den entsprechenden Button, kam endlich das ersehnte Google im Start-Bildschirm.



Das Display überzeugt mich von der Qualität. Ich stelle keinen Unterschied zum ersten Display fest.
Der erste Akku war zwar noch recht fit, aber immerhin schon zweijährig mit entsprechend vielen Ladezyklen. Deshalb wollte ich gleich einen neuen Original-Akku einzubauen. Wenn die Kiste schon mal offen ist, dann gleich richtig und die paar Kröten für den Akku spielten nun auch keine Rolle mehr! Den Akku bestellte ich bei ipc-computer , wo ausschliesslich Asus-Originalteile angeboten werden. Den Laden kann ich empfehlen, schnelle Lieferung und Original-Ware. Der alte Akku ist übrigens auch verklebt (zwei Klebestreifen) und muss ebenfalls aus seiner Halterung gelöst werden. Auch hier vorsichtig arbeiten.

Danach wurden nochmals alle Funktionen getestet, alle Stecker und Schrauben gecheckt und die Rückseite wieder aufgesetzt.
Hoffentlich macht mir dieses Tablet nun noch viele weitere Jahre Freude - ohne Stress!



Success!

Ach ja, betreffend dem Öffnen des Gerätes. Leicht zu Öffnen ist relativ! Ein Trost für mich, auch das Team von ifixit zerstörte ein Display, trotz Erfahrung und vorsichtigen Arbeitens. Prinzipiell besteht immer ein gewisses Risiko.
Müsste ich das Gerät nochmals öffnen, würde ich mir zuerst einen Fingernagel etwas länger wachsen lassen und diesen als «Tool» dazu benützen. 


Alle Fotos hier



Trackball und Maus-Ersatz

Die Computer-Maus war ja schon eine clevere Erfindung. Aus ergonomischen Gründen entschied ich mich jedoch eines Tages für einen Track-Ball, eigentlich eine Maus, welche auf dem Rücken liegt. Man schont damit sein Handgelenk und die Unterarm-Muskulatur. Der Arm bleibt bequem liegen und der Daumen bewegt die Kugel.
Leider kaufte ich damals die kabellose Version. Leider deshalb, weil die Batterie schon nach drei Wochen am Ende war. Das Prozedere, zuerst neue Batterie einsetzen und danach an Empfänger und Track-Ball die Verbindungstaste mit einem Kugelschreiber zu betätigen, war mit der Zeit mehr als nervig.
So baute ich meiner Wireless-Mouse eine Dauerstrom-Versorgung ein. Ein altes Handy-Netzteil, einige Bauteile um auf 1,5V runter zu regeln, die kleine Schaltung in das Batteriefach gewurschtelt und fertig. Batterien musste ich nun nicht mehr wechseln. Die Maus hatte aber wieder eine Kabelverbindung, wenn auch nur für den Power.



Wie viele Kilometer das Scroll-Rädchen wohl abspulte? Keine Ahnung, aber es waren sicher Hunderte! Vielleicht wäre es ganz interessant hier einen Kilometer-Zähler einzubauen?

Der Kunststoff der Maus hat mit den Jahren seine Farbe verloren, genau da, wo meine Pfote drauf lag. Nicht immer bin ich mit ihr 
zärtlich umgegangen. Manchmal brachte ich sie auch arg in's Schwitzen. Die Maus war wie geschaffen für meine Hand, lag immer artig darunter und tat ihren Dienst. Schwer fiel es mir nun, mich von ihr zu trennen. 

Das Nachfolge-Modell sieht fast gleich aus. Die Batterie soll nun aber für 18 Monate reichen, was mehr als akzeptabel ist. Der Empfänger ist winzig und verschwindet in einem USB-Anschluss am PC. Er lässt sich auch mit weiteren Geräten wie Tastaturen verbinden, so dass man nur einen Empfänger benötigt.
Das neue Modell ist etwas flacher, d.h. etwas weniger gewölbt, leicht kleiner. Die Gründe dafür sind mir nicht bekannt.
Die Kugel ist nun blau und lässt sich leicht heraus drücken. So kann man sie problemlos reinigen, ebenfalls den darunter liegenden optischen Sensor. Die beiden Zusatz-Tasten sind neu und können mit Funktionen belegt werden. 


So fand ich also, war die Zeit reif um das alte, abgenutzte Modell zu ersetzen.
Ein bisschen anders fühlte sich die neue Track-Maus schon an, aber schon nach kurzer Zeit war die Alte vergessen.
Link zum Angebot: Logitech M570 Trackball



Trotzdem widmete ich der alten Schrottmaus ein Ehrenplätzchen: An die Türe meines Arbeitszimmers geklebt, wirkt sie etwas surreal oder etwa wie ein Kunstwerk. Vielleicht könnte man sie noch etwas modifizieren, bsw. als Klingel. Wer Eintritt wünscht, der drücke die linke Taste ;-) 



PC-Upgrade II: SSD einbauen easy way!

Wie bereits angekündigt, wurde mein Desktop-PC nun mit einer SSD vervollständigt. Diese sind mittlerweile etwas erschwinglicher geworden. Zudem reicht mir für die Systempartition (die kommt da drauf) eine 128GB-SSD völlig. Die Daten werden wie gewohnt auf der zweiten HD abgespeichert.



Eigentlich wird empfohlen, das System direkt neu auf die SSD zu installieren. Da ich nun aber alles bereits auf der normalen HD installierte, wird geklont!
Die Samsung SSDs werden in der Desktop-Version mit einer speziellen Klon-Software geliefert. Dazu kriegt man auch gleich einen Montage-Halter und  den USB-SATA-Adapter mit, welchen wir für das Klonen benötigen.
Ich vertraue Samsung soweit schon, dass diese Klon-Software die Arbeit einwandfrei erledigt. Also keine Bange!

Zuerst installiert man die Software, welche sich gleich auch auf den neuesten Stand bringt. Danach schliesst man die SSD mit dem beigelegten Adapter an eine USB-Schnittstelle an.
Die Software kann nun das Klonen starten. Dies dauerte bei mir keine halbe Stunde.





Danach wurde zuerst testweise nur die SSD angeschlossen und der PC gestartet. Alles schien zu funktionieren. Natürlich fehlen nun einigen Programmen die Verlinkung auf die Daten, welche sich auf der Daten-Partition befinden.
Im zweiten Schritt wurde die zweite, «alte» HD ebenfalls angeschlossen. Nach einem Neustart sieht man nun auch noch die alten System-Partitionen. Diese kann man später löschen, und die Datenpartition um den gelöschten Speicher vergrössern. Das macht man unter Systemsteuerung / System und Sicherheit / Verwaltung / Computerverwaltung / Datenträgerverwaltung

Ich lasse diese Partitionen erstmals stehen, gebe ihnen aber andere Laufwerksbezeichnungen, damit die Datenpartition wieder als Laufwerk D benannt und angesprochen werden kann.

Nach einem Neustart war nun wieder alles wie gewohnt. Das System auf SSD und die zweite HD als Daten-Laufwerk.

Einzig mein Videoschnitt-Programm musste nochmals installiert resp. repariert werden, um wieder zu funktionieren. Ansonsten gab es keine Probleme.
Diese SSD ist hier erhältlich


Wo ist die @-Taste?

Ich bin kein Freund dieser fummeligen Screen-Tastaturen auf Tablets oder Smartfons.
Für mein Tablet suchte ich lange eine Bluetooth-Tastatur, welche mit Android funktioniert. Mit einer von Belkin wurde ich fündig und glaubte meine Probleme endlich gelöst zu haben.
Die Tastatur funktionierte mit meinem Tablet, hatte sogar noch praktische Befehle auf Funktionstasten abgelegt, wie Copy und Paste etc.
Als ich mein erstes Email schreiben wollte, suchte ich wie verrückt die @-Taste, doch da war nirgends eine zu finden! Mir kam spontan Homer Simpson in den Sinn, der in einer Folge die Fernüberwachung des Atomkraftwerkes übernahm und auf die Meldung am Bildschirm «press any key» verzweifelt die Any-Key-Taste suchte.




Belkin ist ja auch ein amerikanisches Unternehmen, welches offenbar einige Dummköpfe in der Entwicklung beschäftig! Oder war etwa das Produkte-Marketing wieder einmal am Drücker? Keine @-Taste, geht's noch?
Ich versuchte mit diversen Kombinationen mit Shift und AltGr-Taste, aber keine Chance.
Da wandte ich mich erstmals an den Belkin-Support. Dort schwaffelten sie etwas von einem Belkin Keyboard Extension Kit, welchen man downloaden und installieren soll. Dies tat ich dann, hatte aber nach vielen Versuchen trotzdem kein Glück, das @-Zeichen irgendwie zu generieren.

So setzte ich dieses Zeichen jeweils mittel copy & paste dort hin, wo es sein sollte. Auf die Dauer natürlich keine Lösung.
Schlussendlich kam ich nur noch zum finalen Entschluss, dieses Belkin-Teil in die Tonne zu werfen.
Hey ihr Belkin-Idioten - ihr könnt mich mal am Allerwertesten!


PC-Upgrade I - Neue Hardware

Erfahrungsbericht und Leitfaden: Computer mit neuer Hardware aufrüsten.

Alle paar Jahre kommt die Zeit, dem PC etwas mehr Leistung zu verschaffen. Die letzte Aktion lag doch tatsächlich schon sechs bis sieben Jahre zurück!
Besonders nervte mich die Videobearbeitung! Da ging kaum etwas ohne ruckeln und warten. Auch das eingebaute USB3-Interface brachte nicht den Top-Speed, der eigentlich möglich ist - Flaschenhals! Einzig als normaler Office-Rechner war der Zwei-Kern-Prozessor-Rechner noch tauglich.

Nun gut, wenn ich mir erstmal neue Komponenten anschaue, geht es dann plötzlich schnell und sie werden bestellt. Habe mich lange genug geärgert!
Die Mainboards werden mittlerweile wie getunte Sportwägelchen vermarktet und sehen entsprechend aus! Das Äussere muss stimmen um dem künftigen Besitzer eine gewisse Potenz vorzugaukeln - mattschwarze Oberfläche oder gleich zweifarbig in schwarz / rot?
Für jeden Scheiss gibt es Abkürzungen, welche eigentlich niemanden interessieren ausser diese Nobs und Wichtigtuer, welche damit andere Nobs beeindrucken wollen.
Dank japanischen Premium-Kondensatoren soll der Sound besser klingen! Ups, meine Freunde - die Marketing-Fuzzis haben wieder zugeschlagen!
Eigentlich sollten japanische Premium-Kondensatoren besser in den Netzteilen eingebaut werden, damit diese länger und sicherer funktionieren und nicht für einen solche Lapsus! Aber dort sieht es ja niemand und man baut u.U. billige China-Kracher rein! Mein erstes Be-Quit-Netzteil war so ein Blindgänger. Aussen fix und innen nix! Hoffentlich haben sie dazu gelernt?


Mein altes Be-Quit: Aussen fix...

und innen nix!

Ausgelaufenen Billig-Elkos

Eigentlich brauchte ich nur ein neues Motherboard, passender RAM-Speicher und natürlich einen neuen Prozessor. Naturgemäss kommen dann später doch noch einige weitere Sachen dazu.
Das Netzteil wurde also schon einmal ersetzt und war soweit noch ausreichend. Ebenfalls konnte die Grafik-Karte, eine Lüfterlose von Asus, weiter verwendet werden. Abgesehen davon, haben die neuen Boards mittlerweile Onboard-Grafik, welche notfalls recht brauchbar ist.
Was war noch? Ein neuer CPU-Lüfter musste auch noch her, der Boxed-Lüfter ist eher nicht zu empfehlen. Intel: Bitte künftig diesen einsparen, weil er nix taugt ausser vielleicht als Kühler für eine Power-LED!
Das Motherboard ist von Asus, weil ich bisher immer Asus-Boards kaufte und nun der Konkurrenz nicht mehr traue. Nur einmal kaufte ich ein MSI mit AMD-Prozi, welches mich aber auch nicht glücklicher machte.

Zum Installieren sucht man sich einen ungestörten, ruhigen Zeitpunkt aus. Eigentlich ist alles recht simpel geworden! Früher musste man zuerst noch unzählige Jumper stecken.


Die Chronologie der Arbeiten:
  • Board auspacken, natürlich ESD-Konform behandeln (Erden!) 
  • Prozessor richtig in den Sockel einsetzen (nach Anleitung) 
  • Kühler mit Wärmeleitpaste auf den Prozessor setzen (nach Anleitung) und festschrauben. 
  • RAM einsetzen 
  • Mainboard im Gehäuse befestigen (inkl. hintere Anschluss-Blende) 
  • Netzteil-Stecker anschliessen 
  • Diverse andere Stecker anschliessen, Festplatte, DVD-LW, Frontpanel, etc. 
  • Nochmals alles kontrollieren 
  • System einschalten und ins UEFI-BIOS gehen, Kontrollieren ob Temperaturen und Spannungen im grünen Bereich sind. 
  • Die Basiseinstellungen lassen wir erstmal und installieren nun das Betriebssystem 
  • Später oder Zwischendurch evt. noch Anpassungen im BIOS, Firmware updaten etc. 
  • Weitere Karten können ab jetzt oder später installiert werden 
  • Das System sichere ich regelmässig mit Acronis. Wenn installierte Soft- / Hard-Ware Ärger macht oder das System abstürzt, wird das letzte funktionierende Image wieder geladen und erneut auf diesem aufgebaut. So baut man nicht auf einem gecrashten System auf!

Verwendete Komponenten: Asus Z97-A, Intel i5-4690, Arctic Cooling Freezer 7 Rev.2, Kingston DDR3 RAM 8GB
Diese Konstellation wird meine Ansprüche locker befriedigen. Andere bezahlen für etwas mehr Clock-Speed hier oder dort noch einiges mehr drauf, nur damit sie mit einem Benchmark-Tool einige nichtssagende Punkte mehr erreichen. Selber schuld, diese Angeber!
Man kauft den Prozessor, welcher aktuell ein 
gutes Preis / Leistungsverhältnis bietet - basta! Dieser liegt meistens im oberen Mittelfeld. Andere warten, bis die momentan Schnellsten billiger werden. Aber dann wird es wieder Schnellere geben. Wieder warten? Blödsinn!
Noch hinzu kommt später eine Samsung Evo SSD 120GB für das System. Man kann es nachträglich mit einem Samsung-Tool auf die SSD klonen (Desktop-Version kaufen). Die bisherige SATA-HD wird später gänzlich für die Daten zur Verfügung stehen.





Was war noch? Fotos brauchen viel Speicherplatz und Videos noch mehr. Da alles mehrfach abgelegt wird, hatte ich diverse externe Festplatten herum liegen. Trotzdem war das alles unpraktisch, weil die kleineren HDs gefüllt waren und man stets wieder Daten herum schaufeln musste, dahin wo es noch Platz hatte!
Ich kaufte mir eine Raidsonic IB-121CL-U3 Docking- und Klonstation mit USB3-Anschluss von ICY. Da kann man zwei 3,5 oder 2,5" HD nackt einsetzen.
Dazu wurden zwei 3TB HD Western Digital Red angeschafft. Da geht nun einiges drauf!
Zudem habe ich noch drei 1TB SATA-HDD neuerer Generation. Die älteren IDE-Platten werden verschwinden, sind eh alle zu mickrig geworden.

Die Klonstation kann man auch zum Festplatten klonen auf Knopfdruck verwenden. Ausserdem ist es praktisch, wenn man HDs nur einstecken braucht um darauf zuzugreifen. Externe HD-Gehäuse und deren Netzteile spart man sich so!

Fazit: 

  • Asus könnte den Board etwas mehr Kleinteile, Blenden etc. beilegen. Muss man immer die Super-Pro-Deluxe-Variante kaufen, damit bsw. ein USB3-Panel oder ein extra Käbelchen beiliegt?
  • Das Board hat noch einige nette Gimmicks, welche mich aber momentan nicht interessieren. Künftig wohl auch nicht sehr! 
  • Der Arctic Cooler ist der Hit! Relativ preiswert, bereits aufgetragene MX2-WL-Paste, easy zum montieren, kühlt schon fast zu gut und ist super leise. 
  • Die M.2 SSD Unterstützung ist wohl wieder so ein Marketing-Gag! Haha, Finger weg! Über den Strich habe ich keine grossen Vorteile gegenüber einer normalen SSD gesehen, welche auch einfacher zu handeln ist.

Nach einigen Stunden hatte ich Betriebssystem und die Standard-Programme wieder installiert.
Das System musste lediglich 182 Updates durchführen, was doch einige Zeit in Anspruch nahm!
Wenn man nicht vergessen hat, beim alten System für jedes kleine Tool die Einstellungen und Daten zu sichern, geht alles relativ problemlos.
Vorerst bin ich zufrieden, weil der Rechner stabil läuft und somit alles geklappt hat. Der Prozessor wird im Normalfall lediglich 32° warm, ist also sehr gut gekühlt.
Videos lassen sich nun fliessend und ohne Ruckeln bearbeiten. Die USB3-Geschwindigkeit hat sich ebenfalls rasant beschleunigt. Der Rechner hat wieder genug Luft nach oben und arbeitet ganz entspannt.
Einzig die Boot-Zeit dauert doch recht lange! Hhmmm? Windows kann wohl einfach nicht anders?


Im zweiten Teil installiere ich eine Samsung SSD für das System.