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Da ging mir ein Licht auf...

Ich bastelte mir einst ein Ringlicht für die Kamera aus besagten LED-Ringplatinen, dem Deckel einer CD-Verpackung und einem Adapterring um es am Kameraobjektiv zu befestigen.
Gebraucht habe ich es nie so wollte ich es schon zerlegen... da fiel mir ein, dass es gut um das Bohrfutter meiner Micro-Mill herum passen würde. Also einfach an der Maschine angeklebt und voila..... fertig ist die Beleuchtung.
Grosser Vorteil: Der Bohrtisch wird schattenlos ausgeleuchtet, man sieht also immer wo man bohrt ;-)
Hätte mir auch schon früher einfallen können.... grummel!




Illuminiertes Sideboard - Klein-Ablage mit Lichteffekt

Wieder einmal ein kleines LED-Projekt 😊 Wegen einem Wechsel meiner Schlafunterlage benötigte ich eine neue, kleine Ablage für den Wecker und Kleinigkeiten. Aus Platzgründen sollte es an die Wand geschraubt werden. Eigentlich gab es nur diese Möglichkeit.
Ein nacktes Brett oder ein Ikea-Teil war mir dafür zu langweilig. 





In meinem Fundus fand ich noch LED-Stripe ab Rolle und diverses Plexiglas, darunter auch Endlighten, welches extra für LED-Anwendungen entwickelt wurde, d.h. es streut das über die Kante einfallende Licht 
gleichmässig im Material, so dass auch die gesamte Fläche leuchtet. An den Kanten ergibt sich ein optisch ansprechender Akzent.




Den Halter für das Plexi habe ich mir ausgedacht, konstruiert und ausgedruckt. Der LED-Streifen wurde in ein passendes Alu-Profil geklebt, dessen Oberfläche zuerst noch mit etwas Schleifpapier behandelt wurde, dann mit Klarlack lackiert, damit die Oberfläche auch schön bleibt.




Weiter habe ich eine Blende gedruckt, welche genau in das Alu-Profil passt und zwei Funktionen, nein sogar drei erfüllt:


  1. Erstens dient es als Blende, welche genau über den LED Aussparungen hat, damit das Licht in die Kante des Plexi geleitet wird und auch nur dorthin.
  2. Zweitens hält es das Plexiglas, welches bündig in diese Leiste hinein gedrückt wird und darin festklemmt.
  3. Drittens drückt es den LED-Stripe bündig auf's Alu hinunter, weil die Klebekraft dieser Stripes meistens eher bescheiden ist und sie sich gerne wieder ablösen.
Knifflig war einzig das kurze Anschluss-Stück anzulöten. Die Alu-Schiene wird seitlich in den Halter hinein geschoben. Das vorher angelötete Anschluss-Stück sollte dabei etwas zurück gelegt werden können, damit es das Hineinschieben nicht behindert.
Später wurde mittig der Controller angeschlossen. Diese kleinen Inline-Controller, ob manuell bedienbar oder mit Fernbedienung, sind dafür ideal.





Angeschraubt wird das Ganze mit einer oder maximal zwei Schrauben an der Wand. Eine reichte in meinem Fall. Ansonsten braucht es keine Schrauben mehr. Das Plexi klemmt einwandfrei im Halter fest.
Die Ablage ist 30 cm breit. Prinzipiell könnte ich auch ein 60 cm-Stück im Halter befestigen, müsste dann einfach eine zweite Blende drucken.

Die Ablage erfüllt ihren Zweck und verbreitet eine angenehme Licht-Stimmung, wenn man denn noch nicht einschlafen mag.




Die coolste Uhr aber...

Bei Banggood kann man diese Digital-Clocks als Bausatz bestellen. 

Einfach nach Geekcreit® DIY 6 Digit LED Large Screen Two-Color Digital Tube Desktop Clock Kit Touch Control suchen.




Die Uhr finde ich cool und funktionell, ist aber nicht für Jedermann geeignet!
Die verwendeten SMD-Bauteile sind von der kleinsten Sorte und vor allem sind etliche LED zu löten, daneben ein programmierter Controller, ein Real Time Clock IC und einige wenige Bauteile mehr.
Die Platine ist von guter Qualität, ebenfalls sind die Plexi-Scheiben sauber verarbeitet und beidseitig mit Schutz-Folien versehen. Eine Bauanleitung kann man dazu downloaden. Die ist recht gut gestaltet, sogar mit einigen Fotos.

Was überhaupt nicht gut ist: Die SMD-Teile und Schrauben und andere Bauteile werden in einem einzigen kleinen Beutel verpackt geliefert! Vor allem der Controller liegt da ungeschützt zwischen den Muttern und Schrauben!



Alles in einen Beutel geworfen...!

Der eine Controller war leicht lädiert, resp.
zwei Pins etwas verbogen

Nach erstem Einschalten funktionierte die Uhr rudimentär. Selbst der Profi musste zwei, drei Lötstellen nachlöten, dann sah es besser aus. Jedoch war sie absolut ungenau. Nach einer Stunde Betrieb schummelte sie bereits einige Minuten dazu, was natürlich so unbrauchbar ist. Was nun?

Ein Quarz wurde versuchsweise und ohne grosse Erwartungen ersetzt, brachte aber nichts. Da käme wohl schon eher das Clock-IC in Frage, musste ich aber zuerst welche bestellen.
Mittlerweile beschwerte ich mich schon mal bei Banggood und bekam später prompt die Antwort, dass mir gratis ein weiterer Bausatz geliefert wird :-) Daher habe ich nun zwei dieser Clocks :-)
Ich empfehle sowieso gleich zwei davon zu bestellen. So bringt man sicher wenigstens eine davon zum Funktionieren. 


Als ich die DS1307 erhielt, wurde gleich eines auf der Platine ersetzt und siehe da, die Uhr war plötzlich auf Sekunden genau! Vorausschauend hatte ich gleich zwei solche IC bestellt. Auch bei der zweiten Uhr war dasselbe Problem vorhanden.
Irgendwie seltsam, da zumindest dieses kleine IC im Blister-Reel verpackt geliefert wurde. Also wieso ausgerechnet die fehlerhaft waren, ist mir ein Rätsel? Trotzdem besser, als wenn der programmierte Controller irgend einen Schaden hat. Ohne den Controller wäre die ganze Arbeit vergebens und so ein Bausatz lötet man nicht in fünf Minuten zusammen.


Von den LED liegen zwei, drei mehr dabei - höchstens. Aber viel Luft hat man nicht, wenn etwas schief gehen sollte. Also wirklich besser gleich Zwei für Eine bestellen.


Schick...und jederzeit gut ablesbar
Die Uhr zeigt abwechselnd die Zeit, Datum, Wochentag und Temperatur an. Man kann sie über zwei Touch-Buttons auf der Rückseite einstellen. Es sind diverse unterschiedliche Animationen einstellbar, von der einfachen Wechsel-Anzeige bis zum Links-nach-Rechts-Scrollen usw. Auf der Rückseite fadet eine RGB-LED und erzeugt ein angenehmes Background-Licht in verschiedenen Farben, die Geschwindigkeit ist in drei Stufen einstellbar. Ausserdem blinkt diese LED zu jeder vollen Stunde einige male.
Die kleinen Balken oben und unten wechseln im Sekundentakt zum Nächsten. Auch hier können verschiedene Animationen gewählt werden.
Ach ja, versorgt wird sie über 5V, mittels eines USB-Kabels mit Mini-USB-Stecker (beiliegend). So kann sie also auch direkt an einer USB-Schnittstelle betrieben werden. Dank einer Knopfzelle (nicht im Lieferumfang dabei) bleiben die Einstellungen auch im stromlosen Zustand gespeichert.
Ebenfalls vorhanden ist ein Buzzer, falls man einen Alarm einstellen und hören möchte.
Ein Mikrofon dient wohl zum Steuern der Uhr per Klatsch-Befehle, wenn man es aktiviert. Das Display ist dann dunkel und wird bei Klatschen einige Sekunden lang eingeschalten.

Die Uhr kann man aufstellen. Für einen sicheren Stand wären aber kleine Füsse besser. Ich habe mir schnell welche entworfen und gedruckt, aber man kann sich hier sicher auch anders behelfen, je nach dem, wie man die Uhr aufstellen möchte.

Planet Phillux

Sonntags nach dem Tatort und etwas gelangweilt, war wieder mal Zeit für POV-(Persistence of View) Spielereien. Wobei POV ja auch Point of View heissen kann, also Sichtweise oder Standpunkt.
Aus meiner Sicht ist die Lampe in Bildmitte der Planet, hinten sieht man den Sternenhimmel und ich kreise als Satellit um den Planeten und ziehe meinen Schweif hinterher. Das Ergebnis davon sieht man auf folgenden «spacigen» Fotos. 













LED-Weihnachts-Projektor

Einfache Weihnachtsbeleuchtung mit viel Atmosphäre zum selber basteln.

Alle Jahre wieder während der Adventszeit, sieht man viele Häuser und Balkone mit hässlichen Lichtschläuchen verkleidet und manche sogar fast taghell ausgeleuchtet. Je mehr Licht, desto besser - scheint die Devise zu sein!
Einige kaufen nervig blinkende Weihnacht-Sterne, welche monoton ihre Licht-Muster durchlaufen. Man bekommt fast Augenschmerzen davon!
Andere schwören auf Disco-Beleuchtung, sprich bunte und blinkende Lichterketten.
Die Geschäfte machen viel Umsatz mit diesem Blink-Blink in allen Variationen. Gekauft wird es oft von Leuten, welche weder über Kreativität noch guten Geschmack verfügen. Mal im Ernst - weniger ist oft mehr! Die Nacht wird schon genug erhellt und dank der steigenden Lichtverschmutzung erkennt man ja schon keine Sterne mehr am Himmel.

Kleine weihnachtliche Akzente, möglichst noch selbstgemacht, bewirken eine festliche Stimmung und erfreuen die Gemüter. Warum nicht auf den einfachen Adventskranz zurück greifen oder einige geschmückte Tannenzweige verwenden?





Dieser Projektor ist auch von Kindern zu bauen und zaubert eine dezente weihnachtliche Stimmung an die Wand.
Wer den Projektor nachbauen will, findet schon fast alle Materialien irgendwo im Haushalt.
Das entsprechende Motiv wird auf ein dünnes Brettchen oder Karton  übertragen und ausgesägt / ausgeschnitten. Das Brettchen wird dann an eine leere Konservendose geleimt und im Boden der Dose eine LED befestigt. 






Eventuell kann man die LEDs auch mit Schleifpapier behandeln um eine bessere Lichtstreuung zu erreichen. Wie es am besten wirkt, findet man beim experimentieren heraus. Klar kommt an die LED noch ein passender Vorwiderstand. Betrieben wird der Projektor an einem alten Stecker-Netzteil.







Pipe-Lamps

Mein Versuch, aus Alltäglichem eine Lampe zu bauen. Abwasser-Rohre aus dem Baumarkt, LEDs und passende Kühler, das ist alles was man benötigt. Eventuell findet man auch einen alten CPU-Kühler?

Die 10W-LED samt ihrem Kühlkörper passt gut in ein dickes Rohr. Das Rohr wird mit einem Abschluss-Deckel ergänzt, an dem auch der LED-Treiber befestigt wird.
Der Knick von 45° passt ideal für eine zielgerichtete Ausleuchtung.






Um solche Rohre zu lackieren, braucht es einen entsprechenden Primer. Ansonsten würde der Lack nicht haften und wieder abblättern.
Die kleineren Rohre wurden als Steh-Variante ausgeführt. Damit sie nicht umfallen, weil etwas kopflastig durch den schweren Kühler, musste der Boden beschwert werden (Bleigewicht o.ä).
Mit zwei roten und einer blauen LED bestückt, als Ambiente- oder Pflanzen-Beleuchtung mit den daraus resultierenden markanten Farbsäumen an der Wand.






Die Decken-Lampe beleuchtet nun schon seit über drei Jahren einen Teil des Flurs und den Treppen-Aufgang.




China-Schrottiges: Batman on the wall

Die Auto-Freaks werden sie kennen, diese Door-Lights, welche beim Öffnen der Türe, Logos an den Boden projizieren. Eigentlich nur ein kleiner Scheinwerfer mit einem Gobo. Das gibt es auch in grösser und wird in Discotheken oder auch für Hinweise in Warenhäusern verwendet.
Da mir Automarken mehr oder weniger schnuppe sind und ich Fledermäuse mag, 
wählte ich ein Batman-Logo. Viel mehr Auswahl gab es leider nicht.
Nachdem ich das Ding geliefert bekam, wurde es gleich mal mit Spannung versorgt.
Aha, nicht schlecht. Sieht natürlich schon cool aus, wenn man die Autotüre öffnet und man von so einem Flattermann am Boden begrüsst wird. Voraussetzung ist natürlich, dass es genug Dunkel ist.

Ich liess das Ding einige Minuten eingeschalten, als es plötzlich etwas verbrannt roch. Mit Schrecken wurde festgestellt, dass der dicke Knubbel im Kabel wahnsinnig heiss wurde, gefühlte 70° mindestens! Hätte ich es nicht bemerkt, wäre wohl noch was angekockelt auf meinem Tisch.



Eigentlich hatte ich vom Chinesen ja nichts anderes erwartet, als dass vermutlich nur ein ordinärer Vorwiderstand eingebaut ist. Das ist sicher die billigste Methode, aber auch eine ziemlich schlechte. Im allerschlimmsten Fall könnte sogar noch ein Brand entstehen!
Ich öffnete also diesen Knubbel mit dem Schleifer und entdeckte tatsächlich zwei 30 Ohm Widerstände, welche in Reihe verschaltet waren.





Da ich noch diverse LED-Driver vorrätig habe, suchte ich mal einen passenden raus. Der war zwar für eine 3W-LED berechnet, aber durch Ersetzen eines kleinen SMD-Widerstandes wurde der Strom an eine 1W-LED angepasst, welche hier wohl verwendet wird.

Den Driver legte ich zum Schutz in einen PET-Flaschen-Verschluss (fand gerade nichts anderes) und verglubberte alles mit Heisskleber.
Heiss wird nun nichts mehr und ich kann das Ding an eine beliebigen Spannung zwischen 5V und 30V betreiben. Bau ich wohl mal in mein Auto ein, bei Gelegenheit.





Natürlich konnte ich nicht anders und musste so ein Ding weiter aufschrauben ;-) Die LED mit Aufdruck Cree (Original?) ist dürftig verdrahtet und liegt nur am geschraubten Deckel an. Na ja, Door-Lights sind ja immer nur relativ kurz eingeschalten, ausser man vergisst die Türe zu schliessen ;-)
Ausserdem finden sich noch mehrere Linsen. Plastik-Linsen natürlich, aber immerhin. Im mittleren (schwarzen) Teil befindet sich das kleine Gobo-Sujet.






Nachtrag: Wer nun glaubt, er könne dieses Bat-Light auch im Dauereinsatz an die Wand projizieren, den muss ich leider enttäuschen. Die Dinger sind von Grottenschlechter China-Qualität und das Gobo verliert bei längerer Betriebszeit plötzlich seine gelbe Farbe! Vermutlich bleicht es durch die Hitze-Strahlung aus.
Alternativ müsste man nun eine farbige LED einsetzen, um weiter etwas Farbe zu sehen. Vielleicht sähe es mit Rot auch gut aus? Immerhin etwas individueller.



Vor- und Nachher! Nach einigen Stunden
Betrieb fehlt plötzlich die gelbe Farbe!


Leucht-Bild

Für ein beleuchtetes Bild benötigt man zuerst eine passende Aufnahme, von welcher man einen Druck auf Backlit-Folie herstellen lässt. Diese Folie lässt sich hinterleuchten und wird auch für Werbezwecke eingesetzt. Viele Online-Fotodienstleister bieten solche Drucke an. 


Der Leuchtturm mag dem einen oder anderen bekannt vorkommen

Weiter benötigt man einen lichtleitenden Plexiglas-Zuschnitt von gleicher Grösse, wie das Foto. Plexiglas für LED-Anwendungen ist speziell gut lichtleitend, kostet aber auch etwas mehr.






Das Foto liegt direkt auf dem Plexiglas, welches seitlich über die Kanten beleuchtet wird. Das Licht wird im Plexi durch die darin enthaltenen Partikel gestreut und nach vorne gestrahlt, beleuchtet die ganze Fläche relativ gleichmässig. Hinter das Plexi habe ich noch weisses Papier gelegt, damit rückseitig austretendes Licht reflektiert wird. 
Das Deckglas vorne und die Rückplatte entstammen aus einem billigen Foto-Rahmen von IKEA.






Der Rahmen wurde aus zweierlei Alu-Profilen (U-Profil) aus dem Baumarkt zugesägt und an den Ecken verschraubt.
Oben und unten ist ein LED-Stripe in das U-Profil eingeklebt.

Ich hatte befürchtet, dass die Helligkeit nicht reicht. Aber dieses Plexi streut das Licht recht gut. Bin eigentlich sehr begeistert von diesem Material.

Damit alles noch besser aussieht, kam vorne noch ein Deck-Rahmen aus Holz darauf. Holzleisten aus dem Baumarkt schön sauber zugeschnitten, zusammen geleimt und lackiert - fertig ist das hinterleuchtete Bild.