DIY-Computer-Steh-Arbeitsplatz

Wer viel an seinem PC sitzt weiss, dass dies mit der Zeit an den Rücken geht. Nach langen Internetsitzungen nimmt ja man automatisch die bekannte Lümmel-Stellung ein, alles andere als ideal. Ich weiss nicht, wie andere darüber denken? Ab und zu ist es bequemer, eine Weile zu stehen. Darum sind auch schon verbreitet spezielle Steh-Arbeitsplätze im Angebot. Allerdings nicht unbedingt sehr günstig, wie ich festgestellt habe! Bevor man sich dann aber wieder beim Stehen quält, sollte man sich auch wieder ohne grossen Aufwand hinsetzen können. Ich überlegte mir eine Lösung.

Mein erster Gedanke war, die Tischplatte muss in die entsprechende Stehhöhe gebracht werden. Am einfachsten durch eine kleine Auflage, einen Tisch oder Kiste.
Bei einem Ikea-Besuch wurde ich fündig. Dort gibt es kleine Beistelltische der Serie «Lack». Sogar in diversen Farben und vor allem billig! Ferner sind sie pflegeleicht, recht stabil und auch Federleicht.
Von den Abmessungen hatte ich Glück. Er passte genau auf meinen selbstgebauten PC-Tisch. Ebenfalls fand die Tastatur / Maus bequem darauf Platz, so dass man sich auch noch mit den Unterarmen abstützen kann. So weit war das schon mal gut, aber leider etwas umständlich einzurichten. Der Monitor musste auf den kleinen Tisch gehoben und quasi gleichzeitig der Lack-Tisch darunter geschoben werden. Alleine geht das schlecht, ausser wenn man genügend seitliche Abstellfläche hat.

Also weiter überlegt. Das musste leicht und schnell gehen! Im Handel kaufte ich mir einen günstigen Universalhalter für Flachbildschirme. Diesen kann man hinten am Monitor mit vier Schrauben befestigen und seine Neigung kann auch in gewissen Grenzen verstellt werden.
Weiter hatte ich noch ein Vierkant-Aluprofil übrig, welches ich folgend passend bearbeitete:




Zuerst muss man die ideale Anbringhöhe des Monitors genau ausmessen, jeweils für Stehen und Sitzen. Dann werden die Bohrungen für die Haltezapfen im Profil gemacht. Ich verwendete dafür Innensechskant-Schrauben, welche mit ihren runden Köpfen gut im Halter eingefahren werden können. Die Bohrungen gehen durch das Profil hindurch, sind aber auf der Rückseite grösser, so dass man von hinten die Muttern mit einem Steckschlüssel festziehen kann. Die Sechskantschrauben werden mit einer Kontermutter auf die passende Distanz eingestellt, so dass der Monitorhalter problemlos einrastet. Ebenfalls kommt noch eine grössere Unterlegscheibe vor die Kontermutter, als Anschlag sozusagen. Das hält einwandfrei! So ein Flachbildschirm ist ja zum Glück nicht schwer und an der Wand sicher vor ungewolltem Wackeln durch Anstossen.

Wichtig: Vor dem Bohren in die Wand nochmals versichern, dass nachher die Monitormitte auf der gewünschten Höhe zu liegen kommt! Ich hatte mich selber auch etwas vertan – Glmmph! - und ein falsches Loch zuviel gebohrt.

Das Aluprofil lackierte ich weiss und es wurde mit zwei weiteren Schrauben an der Wand befestigt. Wer Bedenken hat, Löcher in die Wand zu bohren: Man kann diese später auch wieder leicht zuspachteln. Richtig gemacht fällt dies kaum auf. Wände sind nun einmal dafür da und nicht nur zum Anschauen!

Den Fuss des Flachbildschirms brauchte es nun auch nicht mehr und ich entfernte diesen.




Nun kann ich den Monitor innert Sekunden, entweder oben oder unten einhängen und muss einfach noch den Lacktisch aufsetzen – fertig. Ansonsten dient der Lacktisch als normale Ablagefläche neben oder unter dem Arbeits-Tisch. 
Die Wahl im Stehen zu arbeiten entlastet den Rücken und ist eine willkommene Abwechslung. Auch diesen Beitrag habe ich im Stehen bearbeitet.
Ferner hat man nun auf dem PC-Tisch sogar noch etwas Platz gewonnen, da der Monitor nun quasi über der Tischplatte schwebt. Weiter werde ich später noch eine entsprechende LED-Hintergrundbeleuchtung hinter dem Monitor anbringen, was den Schwebeeffekt zusätzlich betont und voll «spacig» aussieht!
Auch praktisch: Die Tastatur kann man nun bei Nichtgebrauch unter den Monitor schieben und hat so mehr Platz für anderes auf der Tischplatte!





Material: Diverse Schrauben, grosse Unterlegscheiben, Beistelltisch Ikea «Lack», Alu-Vierkantprofil, Universalhalter für Flachbildschirm, Bohrer, Senker, evt. Stufen- oder Schäl-Bohrer, bei Bedarf Lackspray

Alle Fotos hier

Leiterplatten-Bohrhilfe

Selber geätzte Leiterplatten müssen leider auch noch mühsam gebohrt werden, zumindest wenn man bedrahtete Bauteile verwendet. Das kann eine etwas lästige Arbeit werden.
Die exakte Mitte des Lötauges zu treffen ist nicht immer einfach. Eine kleine Unachtsamkeit oder einmal etwas falsch geguckt, dann liegt die Bohrung ausserhalb des Zentrums und das Lötauge ist beschädigt.
Bei IC's reicht eine einzige versetzte Bohrung und es kann später deswegen nicht oder nur schlecht bestückt werden. Alle Bauteile mit vielen Beinchen sind da empfindlich.

Blöderweise ist eine ungenaue Bohrung nicht rückgängig zu machen. Das unbefriedigende Resultat sieht man erst nach dem Bohren.


Im Forum von Roboternetz schilderte ein Mitglied dieses Problem und warf sogleich eine Idee in den Raum. Zwei andere Mitglieder entwickelten darauf eine Software und stellten diese zur Verfügung.
Ich verwende seither eines dieser Tools, das kleine Programm Crosshair. Ferner wird noch eine Web-Kamera benötigt, welche man in geeigneter Weise am Bohrständer befestigt. Das Tool läuft auf meinem Werkplatz-Rechner mit Windows XP problemlos.




Startet man das Programm, ist auf dem Video-Livebild ein Teil der Leiterplatte zu sehen. Die kleine Zielmarkierung muss nun genau da positioniert werden, wo später die Bohrung sein sollte. Dafür wird erstmal in ein Probestück gebohrt und die Zielmarkierung mit der Maus exakt mittig auf diese Bohrung verschoben. Die Leiterplatte sollte dabei natürlich unbewegt bleiben.
Hat man alles gut eingestellt und einige Probe-Bohrungen gemacht, braucht man eigentlich nur noch auf das Video zu schauen.
Die Leiterplatte wird jeweils verschoben bis die Markierung mittig auf einem Lötauge steht, dann drückt man den Hebel des Bohrständers nach unten. Die Bohrung ist nun genau da, wo sie sein sollte.

So arbeitet man alle Lötaugen ab. Manchmal geht es ganz flink, ab und zu wird etwas mehr Zeit zum Positionieren benötigt.

Es braucht ein wenig Übung, da man die Leiterplatte stets spiegelbildlich bewegen muss. Will ich im Video mit dem Cursor nach links, schiebe ich die Leiterplatte nach rechts usw.

Auf folgendem Video ist dies live zu sehen, wobei ich hier nicht besonders schnell am Werk war ;-) Aber schlussendlich investiere ich lieber etwas mehr Zeit zum Ausrichten des Cursors, als das ich versaute Bohrungen habe.





Übrigens sollten unbedingt Hartmetall-Bohrer angeschafft werden. Gewöhnliche Bohrer werden schnell stumpf und die Bohrungen sehen dann auch entsprechend dürftig aus!

DIY-Kamera-Netzteil

Bau eines Kamera-Netzteils für die Langzeit-Stromversorgung ab Zusatz-Akku oder Stecker-Netzteil.

Will man eine Kamera über längeren Zeitraum betriebsbereit halten, bsw. für Langzeitaufnahmen, Astro-Fotografie oder Zeitraffer-Aufnahmen, braucht es eine entsprechend ausdauernde Stromversorgung. Die normalen Kamera-Akkus machen meistens zu früh schlapp.
Manche Hersteller verkaufen für teures Geld Netz-Adapter, welche die Kamera ab der Netz-Steckdose speisen.
Ist man aber irgendwo Outdoor, hat man sicher keine 230V-Steckdose in der Nähe. Vielleicht eher eine Autobatterie oder eine Power-Bank.

Mein Netzteil funktioniert mit einem Schaltregler, welcher die DC-Eingangsspannung in die gewünschte Kamera-Spannung umwandelt. Dies aber relativ verlustfrei und stabil, auch bei sich ändernder Eingangsspannung.

Solche Schaltregler gibt es günstig in der Bucht zu kaufen. Früher baute ich mir selber noch welche, aber es lohnt sich schlicht nicht mehr. Die Module kriegt man für drei bis vier Dollar / Stück, fertig aufgebaut und betriebsbereit.
Wenn die verwendete Eingangsspannung stets höher ist, als die erforderliche Kamera-Spannung, verwendet man ein Step-Down-Modul. Ist es umgekehrt, verwendet man ein Step-Up-Modul.
Dies erwähne ich, weil mein erstes Netzteil für einen höheren Eingangsspannung-Bereich ausgelegt war, eigentlich für 12V, praktisch wäre alles zwischen ~ 8....30V möglich gewesen.
Da man aber heutzutage kaum mehr einen 12V-Bleiakku mitschleppen will, sondern die handlichen Li-Ion-Power-Banks im Taschenformat verwendet, baute ich ein entsprechendes Netzteil dafür. Man verwendet hier also nun ausschliesslich die 5V von einer Power-Bank oder von einem 5V-Netzteil.
Dafür wird ein Step-Up-Modul benötigt, welches die 5V (USB) auf die 7,2V Akku-Spannung hoch wandelt. Kleine Änderungen der Eingangsspannung haben keinen Einfluss auf die Ausgangsspannung. Der Eingangsspannungs-Bereich ist hier nun aber deutlich kleiner und reicht von etwa 4....6V. Aber wie gesagt, verwenden wir hier nun USB-konforme 5V als Eingangsspannung.
Der maximale Eingangsstrom des Netzteils sollte natürlich auch innerhalb der USB-Spezifikation liegen. Deshalb sollte man den Stromverbrauch seiner Kamera kennen. Eine DSLR benötigt evt. einen höheren Strom, wenn deren Spiegel hochklappt.
Der USB-Port an der Power-Bank sollte für 2A spezifiziert sein, um auf der sicheren Seite zu sein. Allenfalls würde auch ein 1A-Port reichen.

Will man das Kamera-Netzteil am Auto-Bordnetz betreiben, verwendet man einfach einen USB-Adapter an der Bord-Steckdose.




Ferner wird natürlich ein alter Kamera-Akku zum Ausschlachten benötigt. Meiner hier, der Marke Quenox war übrigens von absolut mieser Qualität. Von gleicher Marke kaufte ich ebenfalls eine Foto-Lampe, welche bereits nach wenigen Minuten den Geist aufgab! Was soll man davon halten?
Nun gut, wenigstens hatte ich nun ein passendes Akku-Gehäuse parat. Dieses wird an den Trenn-Linien vorsichtig aufgeschnitten. Am besten mit einem Dremel oder einer kleinen Handsäge. Dabei den Akku keinesfalls verletzen, da dies schlimmstenfalls zu einem Brand führen könnte!
Hat man den LiIon-Akku entfernt, ist da noch die Elektronik mit den Kontakt-Pads. Diese benötigen wir weiterhin, wegen den Kontakten.
Man sucht sich auf dem kleinen Print geeignete Stellen zum Anlöten, welche direkt zu dem Plus- und Minus-Kontakt führen. Am besten möglichst nahe der Kontakte anlöten. Einige Bauteile, wie die dicken Ausgangs-Dioden, entfernte ich von der Elektronik, um diese 100% elektrisch abzukoppeln.
Danach wird alles mit Heisskleber gesichert. Der Akku wird wieder verschlossen. Darauf achten, dass er danach noch in den Akku-Schacht passt.
Durch ein Bohrloch füllte ich das Akku-Gehäuse weiter mit Heisskleber auf. Die Hitze des Klebers kann ihn etwas verformen, also besser in mehreren Schritten arbeiten.
Den abgeglichenen Schaltregler verbaute ich ebenfalls in ein kleines Gehäuse. Eine grüne LED zeigt den Betriebszustand an.




An meiner «Spiegellosen» messe ich einen Betriebsstrom von ~ 0,5A. Das Modul wird also nicht sehr belastet und nur leicht handwarm. Spiegelreflex-Kameras benötigen u.U. mehr Strom, was in der Auswahl des Schaltreglers resp. dessen Kühlung zu beachten ist. Wenn nötig sollte das Modul mit einem kleinen Kühler aufgerüstet werden.




Das Akkufach kann mit diesem Adapter nun leider nicht mehr verschlossen werden, wegen der Zuleitung. Zumindest möchte ich deswegen nicht noch an meiner Kamera herum feilen.
Insofern stört es mich aber auch nicht, da für diesen Einsatzbereich die Kamera stets auf einem Stativ ruht und die Klappe dabei problemlos offen gehalten werden kann. 

Diese Stromversorgung ermöglicht mir nun auch ausdauernde Fotosessions, ohne Akku-Schwächeln.

Hundedusche zum Dritten und Letzten

Mit dieser Hundedusche hatte ich wohl Pech und einfach nur ein Montag-Modell erwischt.
Für den Kaufpreis erhielt ich so immerhin einige Teile, wie die spezielle Brause samt Schlauch, welche weiter verwendet werden können.
Die Pumpe wurde durch eine neue ersetzt. Ein anderes Modell mit etwas weniger Förderleistung, aber vorerst ausreichend.
Der Schalt-Birne war auch nicht zu trauen, da etwas billig verarbeitet. Sie wurde durch einen einfachen Wippen-Schalter ersetzt, welcher erst noch kleiner ist und macht was er soll!






Nun ist die Dusche wohl endlich einsatzfähig und weitere Überraschungen damit wohl nicht mehr zu erwarten? Wurde ja auch endlich Zeit!

Fazit: Kein Chinaschrott, welcher nicht verbesserungswürdig ist!




Kleines (Fun-) Windrad

Windkraft ist eine feine Sache. Mit dem hier gezeigten Windrädchen kann zwar höchstens eine LED betrieben werden, aber vielleicht will man ja erst mal gar nicht viel mehr?
Schon beim Bau dieses kleinen Flitzers macht man interessante Erfahrungen mit dieser Technik. 




Die Idee kam auf, weil ich bei meinen Festplatten-Hacks einen Verwendungszweck für einen Festplattenmotor suchte. Da dieser schon mit praktischen Mechanikteilen für etwas Drehendes ausgestattet ist, war die Idee relativ schnell entstanden. Die Platten dienten als Befestigung für die Flügel. Eine CD hat den gleichen Lochdurchmesser wie eine Festplatte und passte deshalb auch noch darauf. Etwas schwieriger ist die exakte Anbringung der Flügel, jeweils 120° versetzt.
Für den Repeller wurden Rohrflügel angefertigt. Ein Kunststoff-Rohr aus dem Sanitär-Bereich wird mit Säge und Feile bearbeitet.
Für Bastelzwecke würde wohl schon ein rudimentäres Profil reichen. In einem Forum über Kleinwindanlagen fand ich viele interessante Beiträge dazu. Einige fachkundige Leute haben da auch eine Excel-Tabelle veröffentlicht, mit deren Hilfe man optimierte Rohrflügel  berechnen und ausdrucken kann. Das ausgedruckte Schnittmuster kann direkt auf das Rohr geklebt werden und dient als Schablone zum Aussägen der Profile. Wer später eine grössere Anlage bauen will, der kann dies hier schon einmal alles im Kleinen testen. Eine weitere interessante Seite mit vielen Infos findet man unter http://www.daswindrad.de




Für mein «Spielzeug» war mir also so ein berechneter Flügel nicht zu schade. Natürlich war ich auf das Resultat gespannt.
Das ganze habe ich an einem Rohr befestigt. Die Ausgänge des Motors führen auf eine kleine Elektronik. Die drei Phasen mit Drehstrom werden mit je einer Diode gleichgerichtet. Die DC-Spannung sollte für den Betrieb einer LED reichen.
Als ich das Windrad testete, drehte es eigentlich recht flott. Der Rundlauf war gar nicht so schlecht, d.h. wenig Vibrationen. Leider reichte die Drehzahl aber nicht aus, um eine ausreichende Spannung für die LED zu generieren.
Darauf erweiterte ich die Schaltung mit einem Spannungs-Booster a la Joule-Thief. Doch es half alles nichts, die Drehzahl war zu gering. Jedenfalls bei den Windstärken, welche zur Testzeit herrschten.
So legte ich den Festplattenmotor wieder zur Seite und kramte einen Schrittmotor hervor. Diese sind weitaus besser geeignet und generieren schon bei niedrigen Drehzahlen brauchbare Spannungen. Der Motor wurde auf eine Plattform geschraubt, welche an einem Rohr drehbar gelagert ist. Zusätzlich kam noch die Windfahne dazu.
Nun konnte die LED problemlos zum Leuchten gebracht werden. Bei den Tests bekam aber die Repeller-Nabe erste Ermüdungserscheinungen. Die Belastungen sind nicht zu unterschätzen!


So wurde nochmals ein Zweiflügler konzipiert, welcher auch leichter anzubringen ist. Die Vorgehensweise war ansonsten wieder dieselbe.
Das Anlaufverhalten und die Laufruhe überzeugten mich erneut. Mit solchen Spielereien kann man doch schon einige brauchbare Erfahrungen machen.
Eine Kleinwindanlage mit akzeptablem Energiegewinn zu bauen, würde mich schon reizen! Wenn man bedenkt, dass man die Energie eigentlich für lau bekommt - hmm!
Leider sind die Bedingungen dafür aber nicht überall gegeben. Hierzulande wohl nur auf exponierten Bergkämmen, im Flachland bestenfalls anlässlich eines seltenen Herbststurmes.


Alle Fotos dazu hier

Hundedusche 2 - Traue keinem Chinesen!

Betreffend der Reparatur einer Hundedusche hatte ich ja bereits berichtet. Zur Wiederholung: Das Ding lief nur wenige Minuten, dann surrte nur noch der Motor aber kein Tropfen Wasser wurde gefördert. Die Ursache war ein lockeres Schaufelrädchen, welches mit Klebstoff repariert wurde. Danach förderte die Pumpe wieder Wasser.




Nun gut, konnte sie also wieder eingesetzt werden - dachte ich. Als der Tag der Wahrheit kam, bereitete ich alles vor und drückte den Ein-Taster an der Schalt-Birne - nichts passierte. Alles gecheckt und wiederholt versucht - nichts geht!
Nicht zu glauben, zweimal die nahezu identische Situation: Ich stehe hinter meiner Karre und will die Dusche erstmalig einsetzen, aber nix geht. Diesmal surrte nicht einmal mehr der Motor.

Ich vermutete eine schlechte Lötstelle in der Verkabelung. Eigentlich nichts ungewöhnliches bei all dem China-Schrott. Also schraubte ich bei Gelegenheit das Zeugs auseinander. Zuerst der Schalter - sah wie erwartet nicht sonderlich gut aus, wurde neu gelötet.



Danach leider immer noch kein Erfolg, also könnten es vielleicht die Anschlüsse am Motor sein? Den Motor aus seinem Gehäuse gezogen und dann war eigentlich schon alles klar. Der surrt wohl niemals mehr, alles oxidiert und am Arsch!




Die Frage ist nun, kann der so schnell oxidieren, falls da etwas Wasser eingedrungen sein sollte? Das Teil war bei mir ja nur fünf Minuten in Betrieb. Eigentlich sollte das Gehäuse ja dicht sein, hat O-Ringe montiert!
Aber so wie der Motor aussieht, war der vermutlich schon bei Anlieferung angerostet!
Also kurz ??? Nur eines weiss ich: Dem Chinaschrott ist nicht zu trauen. Wer so etwas oder anderes über Ebay kauft, sollte es gleich ausgiebig testen, um allenfalls innerhalb der begrenzten Frist eine Rückerstattung geltend machen zu können.

Nächstens werde ich wohl eine andere 12V-Pumpe an die Dusche montieren, aber keine aus China!




U-Boot-Cam: Tauchfahrt mit der Gopro

Dieser Forellenbach ist mir schon länger bekannt. Ein unscheinbarer Bach, welcher glücklicherweise nie eingedohlt wurde und sein Bachbett noch denselben Verlauf hat wie vor hundert Jahren oder mehr! 
Als Besitzer einer GoPro wollte ich doch mal genauer schauen, was es unter Wasser zu sehen gibt. Einfach nur die Kamera an einer Leine befestigt in den Bach zu schmeissen, war etwas simpel. Um den Spassfaktor zu erhöhen musste eine andere Lösung her!
Ich erinnerte mich an ein Spielzeug-U-Boot, welches in meinem Besitz ist. Fernbedienbar und einst noch mit Zusatz-LED's aufgepimpt! Da wollte ich nun die Kamera dran befestigen, um sie in alle Ecken des Baches zu steuern. 
Natürlich musste das U-Boot mit Schwimmkörpern gestützt werden, um mit der Kamera nicht gänzlich abzusaufen. Es reichte ja, wenn die Kamera unter Wasser lag. So tief war der Bach nun auch nicht. Das U-Boot sollte lediglich über Wasser fahren und steuerbar sein. Die bescheidene Reichweite der Fernbedienung reichte gerade für einige Meter.



Das Boot
Nun ja, seht selber das Ergebnis. Es hatte doch mehr Forellen als erwartet. Die Aufnahme gegen den Strom, den Bach hinauf, erinnert doch eher an Nemos fantastische Reisen in unbekannte Tiefen. Gerne wäre ich noch weiter in unbekannte Gewässer gestossen, aber Motorleistung und Reichweite der Fernbedienung waren nicht gegeben.



Vielleicht wäre diese Geschichte der Ansporn dazu, einen ROV zu bauen. Aber bis es so weit ist, fliesst noch sehr viel Wasser den Bach hinunter.